Paralympics-Siegerin Bruhn zur Ehrenbürgerin ernannt

Als Schwimmerin gewann Kirsten Bruhn elf paralympische Medaillen. Ulrich Perrey/dpa
Als Schwimmerin gewann Kirsten Bruhn elf paralympische Medaillen. Ulrich Perrey/dpa

Kiel (dpa/lno) –

Die Schwimmerin und mehrfache Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn ist von Ministerpräsident Daniel Günther zur neuen Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins ernannt worden. «Mit ihren herausragenden sportlichen Erfolgen und ihrem beharrlichen Einsatz für Chancengleichheit, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist Kirsten Bruhn eine der ganz großen Persönlichkeiten unseres Landes», sagte der CDU-Politiker in seiner Rede. Seit vielen Jahren kämpfe sie mit großer Energie für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Damit sei sie ein Vorbild für alle.

Die 56-Jährige wurde in Eutin geboren und lebt den Angaben der Staatskanzlei nach inzwischen in Berlin. Seit 1991 ist sie nach einem Motorradunfall auf einen Rollstuhl angewiesen. Als Schwimmerin gewann sie elf paralympische Medaillen, darunter Gold 2004, 2008 und 2021. Sechsmal wurde sie Weltmeisterin. 2013 beendete sie ihre aktive Karriere im Parasport. Seit 2008 ist sie Botschafterin für den Weißen Ring. Außerdem arbeitet sie am Unfallkrankenhaus Berlin als Botschafterin für Prävention, Rehabilitation und Sport.

Ministerpräsident Günther: «Etwas ganz Besonderes»

Mit ihrer Lebensleistung und ihren außergewöhnlichen sportlichen Erfolgen schreibe Kirsten Bruhn ein eigenes Kapitel in der Geschichte Schleswig-Holsteins, erklärte Günther und betonte: «Dass sie als erste Sportlerin Ehrenbürgerin unseres Landes wird, ist etwas ganz Besonderes.» Zudem sei ihr gesamtes Wirken von dem Ziel geprägt, Menschen zu helfen. So nutze sie ihre Bekanntheit, um auf Missstände hinzuweisen und Voränderungen anzustoßen.

Als Botschafterin für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele ab 2036 unterstützt sie laut Günther zudem die Bewerbungen von Hamburg und Schleswig-Holstein.

Bisherige Ehrenbürger Schleswig-Holsteins sind unter anderem der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), der Historiker und CDU-Politiker Gerhard Stoltenberg und die frühere Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis (SPD). Am 22. September wird den Angaben nach zudem der Klimaforscher Mojib Latif zum weiteren Ehrenbürger ernannt.

© dpa-infocom, dpa:260526-930-132370/1

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