Auf der A1 Lübeck – Hamburg wird es bis Sommer 2028 eng

Damit drei Brücken über der A1 erneuert werden können, wird es auf der A1 zwischen Hamburg und Lübeck bis Sommer 2028 enger. (Archivbild) Marcus Brandt/dpa
Damit drei Brücken über der A1 erneuert werden können, wird es auf der A1 zwischen Hamburg und Lübeck bis Sommer 2028 enger. (Archivbild) Marcus Brandt/dpa

Bargteheide/Bad Oldesloe (dpa) –

Autofahrer auf dem Weg an die Ostsee brauchen in den kommenden gut zwei Jahren noch einmal mehr Geduld als ohnehin schon. Denn die Autobahn 1 zwischen Hamburg und Lübeck wird von Mittwoch an und bis zum Sommer 2028 nur noch auf zwei statt auf drei Fahrstreifen pro Richtung befahrbar sein, wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte.

Drei Brücken der A1 müssen neu gebaut werden

Grund dafür sind drei Brücken, die dringend erneuert werden müssen. Die gute Nachricht: Die Verengung auf zwei Fahrspuren pro Richtung ist nach zehn Kilometern bereits wieder geschafft. Sie betrifft nur die Strecke zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. 

Konkret geht es um eine Brücke, die über die Landesstraße 90 führt, eine Brücke über die Kreisstraße 79 sowie eine Brücke für einen darunterliegenden Rad- und Fußweg. Die Brücken stehen im Mittelteil noch auf sogenannten Widerlagern aus den Jahren 1935 und 1936, sie wurden in den 1960er- und 1970er-Jahren durch Anbauten erweitert, damit sie breit genug für die über sie führende A1 sind.

Jeweils zwei verengte Fahrspuren pro Richtung

Mittlerweile jedoch gibt es einige Schäden an den Brücken. So platzt beispielsweise der Beton ab und tragende Teile liegen frei und rosten. Zudem sind sie der heutigen Verkehrsbelastung der A1 nicht mehr gewachsen. Die drei Brücken sollen deshalb durch neue Bauwerke ersetzt werden. Wenn diese Arbeiten geschafft sind, soll zudem die Fahrbahn der A1 Richtung Hamburg grunderneuert werden.

Für die Bauarbeiten wird der gesamte Verkehr jeweils auf eine Richtungsfahrbahn gelegt. Zunächst auf die in Richtung Süden/Hamburg und Ende des Jahres dann auf die in Richtung Norden/Lübeck. Die übrigen Fahrbahnen sind damit auch weniger breit als üblich. 

131.000 Fahrzeuge täglich auf der A1 und es werden mehr

Auf der A1 rund um Hamburg rollen der Bundesprojektgesellschaft Deges zufolge täglich rund 131.000 Fahrzeuge. Bis 2030 werde der Verkehr voraussichtlich auf dem Abschnitt auf 160.000 Autos zunehmen. Jedes fünfte Fahrzeug ist demnach ein Lastwagen. «Die A1 gehört zu den meistbefahrenen Autobahnen in Deutschland», sagte ein Deges-Pressesprecher dazu. 

Die Autobahn müsse nicht nur den regionalen Verkehr im Raum Hamburg bewältigen. Sie sei Bestandteil der transeuropäischen Netze und verbinde Wirtschaftsräume von Skandinavien bis zum Mittelmeer. Durch den Bau des Tunnels unter dem Fehmarnbelt, der 2029 in Betrieb genommen werden soll, dürfte der Verkehr auf der A1 zunehmen.

© dpa-infocom, dpa:260313-930-813940/1

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