Wolfsburg (dpa) –
Tumulte, Pyrotechnik und Trainerdiskussion: Unmittelbar nach dem verlorenen Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV (1:2) hat sich beim VfL Wolfsburg eine hochbrisante Abstiegsstimmung verbreitet. Chefcoach Daniel Bauer droht nach der sechsten Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen das Aus.
«Jetzt müssen wir wirklich erst mal das alles ein bisschen sacken lassen, dann Gespräche führen und dann werden wir, wenn es was zu sagen gibt, dann auch was sagen», sagte VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler am Samstagabend bei Sky: «Das war doch ein bisschen viel heute alles. Morgen geht es dann aber weiter, und dann werden wir natürlich auch Entscheidungen treffen.»
Bauer selbst konnte oder wollte auf der Pressekonferenz keine Auskunft zu seiner Zukunft geben: «Morgen früh um 11.00 Uhr ist unser Spielersatztraining. Seht mir nach, es geht nicht um meine Person. Der Frust ist riesengroß.»
Auch bei Spielern und Fans. Nach dem Schlusspfiff kam es zu einer Rudelbildung von Spielern auf dem Rasen, der Wolfsburger Ersatztorwart Marius Müller sah die Rote Karte. Im Wolfsburger Fanblock wurde Pyrotechnik gezündet, einige Fackeln flogen auch Richtung Platz.
Der Kapitän ist frustriert
«Es war absolut kein schöner Moment. Alle, die es mit dem VfL Wolfsburg halten, sind frustriert», sagte Kapitän Maximilian Arnold bei DAZN. Es sei nicht schön in der Kabine gewesen, verriet der Mittelfeldspieler: «Ich glaube, heute schläft keiner, weil es ziemlich weh tut.» Bei seinem Sky-Interview wurde Arnold durch Zwischenrufe von den Rängen gestört.
«Da sind Dinge gefallen, die definitiv unter der Gürtellinie sind», sagte der HSV-Coach Merlin Polzin bei DAZN über die Szenen unmittelbar nach dem Spiel: «Natürlich ist das nie schön.» Der deutsche Fußball lebe von der Emotionalität, «wenn man dann unzufrieden ist mit der Leistung, die gezeigt wird, dann entlädt sich das vielleicht irgendwann», sagte Polzin: «Aber trotzdem hoffe ich natürlich, dass der VfL sich fängt.»
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