Kiel (dpa) –
Holstein Kiel hat den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga vorzeitig geschafft. Beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Nordrivalen Eintracht Braunschweig gelang dem Erstliga-Absteiger mit seinem neuen Trainer Tim Walter bereits der vierte Erfolg in Serie.
Vor 15.034 Zuschauern im Holstein-Stadion schoss Phil Harres in der 31. und 87. Minute seine Saisontore acht und neun. «Wir sind durch die Scheiße gegangen die ganze Saison. Da fällt jetzt viel Last ab», sagte der 24-jährige Stürmer hinterher beim TV-Sender Sky.
Braunschweig zu harmlos
Die Braunschweiger können an diesem Wochenende wieder auf den Relegationsplatz oder sogar auf einen direkten Abstiegsplatz zurückfallen. Dabei zeigte die Eintracht bis zum ersten Gegentor ein gutes Spiel. Jovan Mijatovic hatte schon nach 20 Sekunden die erste Torchance. Johan Gomez traf in der 20. Minute nur die Latte.
Doch wie so häufig in dieser Saison fehlte der Eintracht in den entscheidenden Momenten die Qualität. Vor dem schön herausgespielten 1:0 ließen die Braunschweiger der Kieler Offensive zu viel Platz.
Auch in der zweiten Halbzeit wurden die Niedersachsen mit zunehmender Spieldauer immer überlegener. Gefährlich wurden die Offensivaktionen aber so gut wie nie. Denn die Defensive der Kieler stand sehr sicher.
Retter Walter gönnt sich Bier und seinen Spielern freie Tage
Der frühere HSV-Trainer Walter hatte die Kieler im Februar als Nachfolger des Aufstiegshelden Marcel Rapp übernommen. Noch Anfang März fielen sie nach einer Niederlage in Darmstadt auf einen direkten Abstiegsplatz zurück.
Doch Walter schaffte die Wende. Von den vergangenen sechs Spielen wurden fünf gewonnen. «Ich habe dem Alkohol abgeschworen. Aber zur Feier des Tages trinke ich heute mal ein Bier», sagte der Retter bei Sky. «Ich habe den Spielern drei Tage freigegeben. Die Jungs wissen schon: Heute dürfen sie feiern. Die nächsten drei Tage sollen sie sich erholen. Aber wir wollen die letzten Spiele auch noch gewinnen.»
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