Hannover (dpa/lni) –
In Niedersachsen würde mehr als jeder vierte Auszubildende seinen Ausbildungsbetrieb nicht erneut wählen. Das geht aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern Niedersachsen (IHKN) unter mehr als 6.000 Azubis hervor. Demnach würden sich 26,6 Prozent der Befragten rückblickend nicht noch einmal für ihren Betrieb entscheiden.
Als Gründe nannten die Befragten vor allem Mängel bei der Ausbildungsqualität (32,95 Prozent), ungünstige Arbeitsbedingungen (20,06 Prozent) sowie Probleme mit Ausbildern (11,36 Prozent). Fehlende Betreuung und mangelnde Wertschätzung wurden ebenfalls genannt.
Schulausstattung in der Kritik
Auch bei den Berufsschulen besteht Verbesserungsbedarf: Ihre Ausstattung bewerteten die Auszubildenden im Schnitt nur mit 3,34 von 5 Sternen, weniger als 15 Prozent vergaben die Bestnote. «Vor der Kommunalwahl 2026 ist dieses Ergebnis ein deutlicher Hinweis darauf, dass Investitionen in die beruflichen Schulen weiterhin notwendig sind», heißt es vom Kammerverband.
Trotz dieser Kritik bleibt die duale Ausbildung insgesamt beliebt. Mehr als 83 Prozent der Befragten würden ihren Ausbildungsberuf wieder wählen. Positiv hervorgehoben werden vor allem praxisnahe Tätigkeiten, Teamarbeit und persönliche Weiterentwicklung als wichtige Motivationsfaktoren.
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