Leverkusen (dpa) –
Die heiß ersehnte Rückkehr-Saison des Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga hatte viele Helden. Trainer Merlin Polzin, Riesentalent Luka Vuskovic und Offensivspieler Fabio Vieira zählen definitiv dazu. Am letzten Spieltag, als es sportlich um nichts mehr ging, kam noch einer dazu: Ersatztorhüter Sander Tangvik, der beim 1:1 bei Bayer Leverkusen einen Elfmeter von Patrik Schick parierte und einen Punkt bravourös festhielt.
Polzin: «Norwegen kann sich auf ihn verlassen»
«Er hat die Mannschaft seit dem Winter besser gemacht. Es war für mich nur eine Frage der Zeit, wann wir das über das Trainingszentrum hinaus in Deutschland registrieren», sagte Polzin nach dem Remis, bei dem Torhüter Tangvik als Stellvertreter von Daniel Heuer Fernandes Parade um Parade zeigte.
«Es war ein riesiges Ausrufezeichen für den Sommer, dass sich Norwegen auf ihn verlassen kann, wenn sie ihn brauchen», fügte Polzin an. Das Team um Stürmerstar Erling Haaland gilt bei der WM in Amerika (11. Juni bis 19. Juli) als Geheimfavorit und bekommt es in der Vorrunde mit Irak, Senegal und Vize-Weltmeister Frankreich zu tun. Im Tor dürfte allerdings der ehemalige Ingolstädter Orjan Nyland stehen.
Nach dem Abstieg des FC St. Pauli ist der HSV erstmals seit der Saison 2017/18 wieder die einzige Hamburger Mannschaft in der Bundesliga. Und der Club hat beim Comeback im Oberhaus wenig Zweifel an seiner Erstliga-Tauglichkeit gelassen. «Ich hatte eine gute Saison, aber am wichtigsten war, dass der HSV sein Ziel erreicht hat. Dass ich ein Teil davon war, stimmt mich glücklich», sagte Torschütze Vieira.
Trainer spürt Dankbarkeit statt Wehmut
Der Leihspieler vom FC Arsenal dürfte sich nach einer starken Saison wieder vom HSV verabschieden. «Man sollte sich nicht in Leihspieler verlieben. Bei uns herrscht wenig Wehmut, sondern eine große Dankbarkeit», sagte Polzin, der beseelt bei der Pressekonferenz saß und neben dem geknickten Kasper Hjulmand noch etwas glücklicher wirkte. Während Hjulmand das Aus bei Bayer droht, kann der 35 Jahre junge Polzin für die nächste Saison planen.
«Ich glaube, die Leistung, die die Mannschaft heute gezeigt hat, war sinnbildlich für das, was wir uns die Saison hart erarbeitet haben. Die Momente und dieses Glücklichsein sind nicht einfach so entstanden, wir mussten verdammt viel dafür tun», betonte der Trainer. Mit 38 Punkten beendet der HSV die Spielzeit auf Rang 13.
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