
Beim Nordsee-Gipfel in Hamburg beraten am Montag Staats- und Regierungschefs sowie die Energieminister aus Nordsee-Ländern, wie Windparks und Wasserstoff den Weg zu sauberer Energie ebnen können und wie die Energie-Partnerschaft der Anrainerstaaten ausgebaut werden kann.
Eingeladen zum dritten Nordsee-Gipfel hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Die beiden vorherigen fanden in den Hafenstädten Ostende in Belgien und Esbjerg in Dänemark statt. Bereits am Sonntagabend war ein informelles Abendessen der Energieministerinnen und -minister in Hamburg geplant.
Merz: Nordsee soll „größtes Reservoir für saubere Energie weltweit“ werden
Kanzler Merz will, dass die Nordsee zum „größten Reservoir für saubere Energie weltweit“ wird. Ziel des Gipfels sei es, den grenzüberschreitenden Ausbau der Offshore-Windenergie, den Wasserstoffmarkt und zugleich eine leistungsfähige und vernetzte Offshore-Infrastruktur im gesamten Nordseeraum weiter „ambitioniert“ voranzutreiben, hieß es aus Berlin.
Weichen für grenzüberschreitende Energieerzeugung und -transport
Windparks auf See sollen zum Erreichen der Klimaziele eine zentrale Rolle spielen genauso wie der Einsatz von Wasserstoff als Ersatz fossiler Energien. Außerdem soll es um eine Vernetzung von Windparks für einen verstärkten internationalen Stromhandel gehen. Dem Kanzler zufolge sollen in Hamburg die Weichen gestellt werden, um die grenzüberschreitende Energieerzeugung und den -transport zu ermöglichen.
IG Metall fordert Aufträge für Offshore-Windkraft

Die IG Metall Küste fordert von der Bundesregierung auf dem Hamburger Nordsee-Gipfel ein mit Taten untermauertes klares Bekenntnis zur Offshore-Windenergie. „Da dürfen der Bundeskanzler und die Wirtschaftsministerin auf dem Gipfel nicht schöne Ankündigungen oder gute Erklärungen mitbringen, sondern müssen tatsächlich Aufträge liefern“, sagte der Chef der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, der Deutschen Presse-Agentur. Da müsse es jetzt endlich einen Durchbruch geben, „weil irgendwann fährt ansonsten dieser Offshore-Zug radikal an uns vorbei“.
Friedrich für Änderungen bei Auktionen für Windkraftflächen
Er erinnerte daran, dass hiesige Unternehmen in den Startlöchern stünden. „Investitionen sind da, Personalkonzepte sind da, Engineering-Leistungen werden vorgehalten.“ Jetzt müssten die Aufträge kommen. Gleichzeitig forderte er Änderungen bei den Auktionen zur Vergabe von Windkraftflächen. Bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur war kein einziges Angebot eingegangen.
Investitionen für eine Plattform oder die Teilnahme an einer Auktion kämen für Unternehmen ja nur dann infrage, „wenn sie glauben, damit ein gutes Geschäft zu machen“. Und gerade die Diskussion über die Energiepreise und den Energiebedarf der Zukunft führe natürlich zu einer Zurückhaltung. „Und da müssen wir wieder Sicherheit hineinbringen.“
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SAT.1 REGIONAL/Bundespresseamt/dpa












