Kiel (dpa/lno) –
Kommunalen Arbeitgeberverband Schleswig-Holstein (KAV) und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Manteltarifvertrag für die Beschäftigten der kommunalen Busunternehmen geeinigt.
Ein Bestandteil ist die stufenweise Erhöhung der Jahressonderzahlung um 1.400 Euro auf 2.600 Euro. Zuschläge werden nach Verdi-Angaben künftig nach der individuellen Entgeltstufe bezahlt, die Nachtarbeitszuschläge werden auf 21.00 Uhr vorgezogen. Die Pauschale für sogenannte geteilte Dienste – also Arbeitseinsätze mit längeren Arbeitszeitunterbrechungen am Tag – wird nach Angaben der Arbeitgeber von derzeit 4,50 Euro in drei Schritten auf 9,00 Euro verdoppelt. Für die rund 1. 500 Beschäftigten wurde die Einführung einer sogenannten Einspringprämie vereinbart.
Verhandlungen zu einer Eingruppierungsverpflichtung sollen bis zum 30.06.2028 aufgenommen werden. Außerdem wurde nach Gewerkschaftsangaben vereinbart, bei Einführung des autonomen Fahrens Verhandlungen zu einem Zukunftstarifvertrag aufzunehmen.
Verdi-Verhandlungsführer Sascha Bähring nannte das Ergebnis einen guten und vertretbaren Kompromiss. «Nun geht unser Fokus in Richtung Verhandlungen über die Entgelte.» Darüber soll ab Juli verhandelt werden.
Der stellvertretende Vorsitzende des Fachausschusses für Nahverkehrsbetriebe im Kommunalen Arbeitgeberverband Schleswig-Holstein, Andreas Schulz, teilte mit: «Wir sind bei dieser Einigung über die Grenzen des Machbaren gegangen.» Angesichts angespannter Finanzierungsbedingungen und der Herausforderungen durch die Dekarbonisierung sei der Abschluss für die Unternehmen mehr als anspruchsvoll.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2029. Der Abschluss muss von den Gremien noch genehmigt werden.
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