Meeresforscher neuer Chef des Helmholtzzentrum Hereon

Der Physiker, Meeres- und Technologieforscher Oliver Zielinksi ist seit Jahresbeginn neuer wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Hereon. Stefan Sauer/dpa
Der Physiker, Meeres- und Technologieforscher Oliver Zielinksi ist seit Jahresbeginn neuer wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Hereon. Stefan Sauer/dpa

Geesthacht (dpa) –

Der Physiker, Meeres- und Technologieforscher Oliver Zielinksi ist seit Jahresbeginn neuer wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Hereon. «Mit Prof. Dr. Zielinski gewinnen wir am Hereon eine Persönlichkeit mit umfangreicher wissenschaftlicher Erfahrung und großem Engagement für interdisziplinäre Zusammenarbeit», sagte die kaufmännische Geschäftsführerin des Hereon, Elisabeth Gerndt. 

Zuletzt war der 55-Jährige Direktor des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), das er seit März 2023 leitete. Zielinski wurde zudem Anfang 2025 in den deutschen Wissenschaftsrat berufen und ist seit 2021 Mitglied der Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

Er freue sich sehr auf die gemeinsame Aufgabe, die Zukunft des Hereon mitzugestalten – «mit wissenschaftlicher Exzellenz, Neugier und Verantwortung», sagte Zielinski. «Gemeinsam Zukunft gestalten heißt für mich,
Erkenntnisse aus Natur-, Material- und Technikwissenschaften zusammenzuführen und für Lösungen nutzbar zu machen, die Gesellschaft und Umwelt stärken.»

«Meeresforschungsstandort MV international sichtbar gemacht»

Der Universität Rostock bleibt der Forscher den Angaben zufolge auch mit dem Wechsel nach Geesthacht treu. Zielinski habe gemeinsam mit dem Team am IOW die Meeresforschung entscheidend vorangebracht, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) mit. 

«Mit hoher Kompetenz, Kreativität und seiner Leidenschaft für die Belange der Ostsee als Lebensraum und Ökosystem hat er den Meeresforschungsstandort
MV international sichtbar gemacht – dafür danke ich ihm herzlich», sagte Martin. Dass er Mecklenburg-Vorpommern als Professor an der Universität Rostock erhalten bleibe, sei ein starkes Signal für die Zukunft: «Wissenschaft lebt von klugen Köpfen und Kooperation – genau darauf setzen wir auch über Landesgrenzen hinweg.»

Als Interimsdirektorin am IOW fungiert seit 1. Januar die Meeresforscherin und bisherige Stellvertreterin Zielinskis, Heide Schulz-Vogt. Die Wissenschaftlerin leitet am IOW seit 2012 die Sektion Biologische Ozeanographie und ist zugleich Professorin an der Universität Rostock. Die Direktorenstelle wird laut IOW nun ausgeschrieben und in einem regulären Berufungsverfahren neu besetzt. Das dürfte bis zu einem Jahr dauern. 

Zielinksi war auch in Niedersachsen und Bremen tätig

Der promovierte Physiker Zielinski begann seine Karriere in der Bundesanstalt für Gewässerkunde und wechselte nach Hereon-Angaben bald in führende Positionen bei Optimare in Bremerhaven und Wilhelmshaven. Zudem war er unter anderem als Professor an der Hochschule Bremerhaven und der Universität Oldenburg tätig. Parallel dazu baute er am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) den Forschungsbereich «Marine Perception» auf und verknüpfte Umweltforschung mit KI-Anwendungen.

© dpa-infocom, dpa:260105-930-498666/2

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