IW-Ranking: Wo es sich im Norden gut leben lässt

Auch Schwimmbäder, Museen, Theater gehören zu einer guten Daseinsvorsorge. (Symbolbild) Friso Gentsch/dpa
Auch Schwimmbäder, Museen, Theater gehören zu einer guten Daseinsvorsorge. (Symbolbild) Friso Gentsch/dpa

Köln/Kiel/Hamburg (dpa/lno) –

Fahrenkrug (Kreis Segeberg) gehört laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu den zehn bundesweit am besten 
mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und anderen Infrastruktur-Angeboten versorgten Gemeinden. An der Spitze der Auswertung steht die kleine Stadt Haar bei München, Fahrenkrug belegt Rang 8. Das geht aus dem «IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge» im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris hervor.

Aus Schleswig-Holstein finden sich auch Elmshorn (Platz 31), Lübeck (38), Segeberg (39), Heide (67), Pinneberg (93) und Barmstedt (94) unter den besten 100 von fast 11.000 untersuchten Gemeinden in Deutschland. Kiel rangiert auf Platz 256, vor Neumünster (257). Flensburg kommt auf Platz 758.

Hamburg belegt Platz 19. Schlusslicht des Rankings ist demnach Hirschthal in der Südwestpfalz. Ausgewertet wurden nach Angaben der IW-Gesellschaftsforschung 17 Indikatoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin «Spiegel» darüber berichtet.

Ostdeutsche Städte erzielen öfter Topwerte als westdeutsche

Mecklenburg-Vorpommern ist einer laut der Studie unter den Ländern bundesweit am schlechtesten versorgt mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten. Demnach gilt im Nordosten mehr als jede zweite Gemeinde als «schlecht versorgt». Ganz anders in Nordrhein-Westfalen, das im Vergleich der Flächenländer auf Platz eins steht. Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde fällt in die Kategorie «sehr gut» versorgt, insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien («sehr gut» und «gut»)

Auch wenn eine westdeutsche Stadt und ein westdeutsches Flächenland vorne liegen, zeigt der große Ost-West-Vergleich ein anderes Bild: 30 Prozent der ostdeutschen Städte werden als «sehr gut» versorgt eingestuft, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent. Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit.

© dpa-infocom, dpa:260525-930-127590/1

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