Interims-Leitungsteam des Hamburger Balletts bleibt bis 2027

Das Hamburger Ballett bekommt zunächst keinen neuen Chef oder neue Chefin. (Archivbild) Markus Scholz/dpa
Das Hamburger Ballett bekommt zunächst keinen neuen Chef oder neue Chefin. (Archivbild) Markus Scholz/dpa

Hamburg (dpa) –

Die Tänzerinnen und Tänzer des Hamburger Balletts müssen sich zunächst nicht an einen neuen Chef oder eine neue Chefin gewöhnen. Stattdessen bleibt das bisherige Leitungsteam – Nicolas Hartmann, Lloyd Riggins und Gigi Hyatt – bis Mitte 2027 im Amt. Das hat der Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper beschlossen, wie die Kulturbehörde in Hamburg mitteilte. 

Das Trio hatte die Leitung nach dem Aus des Ballettintendanten Demis Volpi im Sommer 2025 mit Beginn der Spielzeit 2025/26 übernommen. Sie gelten als vorübergehendes Leitungsteam bis ein neuer Intendant oder eine neue Intendantin gefunden ist. 

Suche nach neuer Ballettintendanz läuft parallel

Nicolas Hartmann bleibt als geschäftsführender Ballettbetriebsdirektor dritter Geschäftsführer der Hamburgischen Staatsoper. Er leitet die Compagnie weiterhin gemeinsam mit dem künstlerischen Ballettdirektor Lloyd Riggins. Gigi Hyatt leitet auch künftig als interimistische Ballettschuldirektorin gemeinsam mit Nicolas Hartmann die Ballettschule des Hamburg Ballett. 

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) lobte das Trio für seine Arbeit in den vergangenen Monaten. «Das Leitungsteam hat mit sensibler Hand und großer Lust einen positiven Weg eingeschlagen, bei dem künstlerische Kraft und Kreativität wieder im Vordergrund stehen. Mit der Verlängerung der Interimsleitung um zunächst eine weitere Spielzeit erhält das Hamburg Ballett ein stabiles Fundament, das eine gute Basis für die Weiterentwicklung der Compagnie und Findung einer zukünftigen Leitung bietet.» Die Suche nach einer neuen Ballettintendanz laufe parallel.

Deutsch-Argentinier Volpi war auf John Neumeier gefolgt

Nach 51 Jahren an der Spitze hatte John Neumeier die Leitung des Hamburg Balletts im Sommer 2024 an Volpi übergeben. Doch schon ein Jahr später wurde der Vertrag mit dem neuen Intendanten aufgelöst und Volpi freigestellt. Zuvor hatte es heftige Kritik der Tänzerinnen und Tänzer an ihrem Chef gegeben. Es war von schlechter Kommunikation, fehlender Transparenz und einer oft abschätzigen Haltung Volpis gegenüber Mitgliedern der Compagnie die Rede.

© dpa-infocom, dpa:260319-930-837386/1

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