Kiel (dpa/lno) –
In Schleswig-Holstein sind 2025 deutlich weniger Wohnungen gebaut worden als im Vorjahr. 8.942 fertiggestellte Wohnungen waren ein Minus von 19 Prozent, wie das Statistikamt Nord mitteilte. Damit lag das nördlichste Bundesland noch schlechter als der Bundesdurchschnitt mit minus 18 Prozent.
Bei der neu geschaffenen Wohnfläche ergab sich ein Rückgang um 17,4 Prozent. 7.895 Wohnungen entstanden in Neubauten, 1.047 Wohnungen kamen durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden hinzu.
Großteil der neuen Wohnungen im Geschosswohnungsbau
Der größte Teil der Wohneinheiten in Neubauten (4.976) entstand in Mehrfamilienhäusern mit drei und mehr Wohnungen. In neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäusern entstanden weitere 2.692 Wohnungen. Außerdem zählten die Statistiker 75 neue Wohnungen in Wohnheimen und 152 Wohnungen im Neubau von Nichtwohngebäuden, etwa in Büro- und Betriebsgebäuden.
Die durchschnittliche Größe der im Neubau geschaffenen Wohnungen lag bei 90,4 m² und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Quadratmeter. Die meisten Wohnungen entstanden in den Kreisen Nordfriesland, Segeberg und Ostholstein.
Mehr Baugenehmigungen
Bei den Baugenehmigungen gab es 2025 eine Steigerung um 10,6 Prozent auf 10.624 Wohnungen. Ende 2025 gab es den Angaben zufolge knapp 12.000 Wohnungen, mit deren Bau bereits begonnen worden war, die aber noch nicht fertiggestellt waren. Der Neubau von knapp 14.000 Wohnungen war genehmigt, aber nicht begonnen.
Deutschlandweit wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2025 rund 206.600 Wohnungen gebaut, 18,0 Prozent weniger als 2024.
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