Hannover/Bremen (dpa/lni) –
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft zum Tag der Arbeit zu über 40 Veranstaltungen in Niedersachsen und Bremen auf. Demonstrationen und Kundgebungen sind am 1. Mai etwa in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, Osnabrück, Braunschweig, Göttingen, Salzgitter und Wolfsburg geplant. Das diesjährige Motto: «Erst unsere Jobs, dann eure Profite.»
«Viele Beschäftigte sorgen sich um ihre Arbeitsplätze, um ihre Einkommen und um ihre Zukunft. Diese Sorgen sind berechtigt», sagte Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. «In der Industrie gehen Zehntausende Arbeitsplätze verloren. Standorte werden geschlossen, Investitionen verschoben, Produktionen ins Ausland verlagert. Die Folgen tragen die Beschäftigten.»
Gröger: «Soziale Sicherheiten stehen wieder unter Druck»
Gleichzeitig werde die wirtschaftliche Lage genutzt, um lang erkämpfte Rechte infrage zu stellen, kritisierte er. «Der 8-Stunden-Tag, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und soziale Sicherheiten stehen wieder unter Druck. Dazu kommt die immer gleiche Behauptung, die Löhne in Deutschland seien zu hoch.» Das sei falsch und lenke von den eigentlichen Problemen ab.
«Wer heute über Wettbewerbsfähigkeit spricht, muss über Investitionen sprechen, über moderne Produktion, über gute Produkte, über Qualifizierung und über verlässliche Industriepolitik», sagte Gröger weiter. Wer Arbeitsstandards senken und den Druck auf Beschäftigte erhöhen wolle, habe «keine Antwort auf die Herausforderungen dieser Zeit».
Nach Angaben der IG Metall wird der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) am 1. Mai in Salzgitter sprechen. In Wolfsburg ist demnach Gröger als Hauptredner vorgesehen, in Helmstedt spricht die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.
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