
Hunderte Menschen sind nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran auch in Hannover (Niedersachsen) zu mehreren Demonstrationen auf die Straße gegangen. Vor dem Hauptbahnhof versammelten sich am Sonntagnachmittag nach Polizeiangaben rund 250 bis 300 Menschen. Dazu aufgerufen hatte eine Privatperson unter dem Titel „Menschenrechte in Iran – Solidarität mit der Zivilbevölkerung“. Die Versammlung verlief nach Einschätzung der Polizei ohne besondere Vorkommnisse.
Ein dpa-Fotograf berichtete, dass die Demonstrant:innen unter anderem die Flagge des Iran aus der Zeit vor der Islamischen Revolution, aber auch die Flaggen Israels, der USA und der EU schwenkten. Die Stimmung sei fröhlich gewesen, es sei gejubelt und getanzt worden. Auf einem Banner wurde der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, gezeigt.
Tags zuvor, noch vor der Nachricht vom Tod des iranischen Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei, hatten nach Polizeiangaben bereits rund 85 Menschen ebenfalls vor dem Hauptbahnhof demonstriert. Auch dort war die iranische Flagge aus der Zeit vor der Islamischen Revolution zu sehen, allerdings gab es auch Kritik an Israel. So stand auf einem Banner: „Nein zum Militarismus und zur militärischen Aggression Israels. Nein zur Islamischen Republik.“ Die Versammlung verlief störungsfrei.
Als sich am späten Samstagabend dann die Nachricht von Chameneis Tod verbreitete, versammelten sich laut Polizei bis Mitternacht rund 300 Menschen in Hannovers Innenstadt. Auch diese Versammlung verlief friedlich.
Demonstration auch in Hamburg
Stunden nach Bekanntwerden der israelischen und US- Angriffe auf den Iran sind am Samstag rund 5.500 Menschen aus der iranischen Community mit Flaggen des Irans, der USA, Israels und Deutschlands durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Die Demonstration war schon vor längerer Zeit angemeldet worden. Die Demonstration stand unter dem Motto „Nein zur Islamischen Republik Iran!“.
Der Aufzug sei am Samstag in rund fünf Stunden von der Mönkebergstraße bis zum Rathausplatz gegangen und habe dort demonstriert. Es gab Trommeln und auch „USA, USA“-Rufe. Einigen Demonstrant:innen standen Tränen in den Augen. Redner betonten die Bedeutung eines möglichen Machtwechsels in Teheran. Entscheidend sei aber, wie es danach weitergehe. Nach Polizeiangaben verlief die Veranstaltung bis zum Nachmittag friedlich und ohne größere Vorkommnisse.
Chamenei bei Angriffen getötet
Israel und die USA haben den Iran seit Samstagmorgen angegriffen. Dabei wurde auch Chameneis Amtssitz in einem Hochsicherheitsbereich der Hauptstadt Teheran bombardiert. Nachdem US-Präsident Donald Trump verkündet hatte, dass Chamenei tot sei, bestätigten später auch iranische Staatsmedien dessen Tod.
SAT.1 REGIONAL/dpa












