
Frauen in Hamburg haben vergangenes Jahr bereinigt weiter sieben Prozent weniger Geld als Männer verdient. Das teilte das Statistikamt Nord in Hamburg mit. Damit hat sich zu 2024 keine Änderung ergeben. Um den bereinigten Wert zu errechnen, vergleicht das Amt zusätzlich Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien. Zu den Ursachen des Unterschieds machte das Amt auf Nachfrage keine weiterführenden Angaben.
Der bereinigte Gender-Pay-Gap stellt laut dem Statistikamt eine Art Obergrenze dar, die über die Verdienstdiskriminierung von Frauen informiert. Der Unterschied fiele geringer aus, wenn weitere Informationen vorlägen – etwa Angaben zum individuellen Verhalten in Gehaltsverhandlungen.
Unbereinigter Verdienstunterschied lag bei 17 Prozent
Der unbereinigte Verdienstunterschied lag in Hamburg bei 17 Prozent. Zu 2024 sank der Wert um einen Prozentpunkt. Bundesweit lag der unbereinigte Gender-Pay-Gap im Schnitt bei 16 Prozent. Das heißt, der Verdienstunterschied ist in Hamburg leicht größer als im Bundesschnitt.
Laut dem Statistikamt sind Frauen in Hamburg bei Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich 31,5 Jahre alt. „Ab diesem Alter stagniert ihr durchschnittlicher Bruttostundenverdienst nahezu, während er bei den Männern mit zunehmendem Alter fast stetig ansteigt“, teilte das Amt mit.
SAT.1 REGIONAL/dpa












