Hamburg (dpa) –
Die NOlympia-Initiative hat sich sehr zufrieden über das klare Nein der Hamburgerinnen und Hamburger zu Olympischen Spielen in der Hansestadt gezeigt. «Dieses Ergebnis zeigt: Die Hamburger*innen lieben ihre Stadt und lassen sich nicht von einer Million Euro teuren Werbekampagne hinter die Fichte führen», sagte Initiativensprecher Eckart Maudrich. Mit dem zweiten Nein habe Hamburg ein Zeichen für Fair Play und Teamgeist bei den Spielregeln der Olympischen Spiele gestimmt. Die Hamburger hatten bereits 2015 bei einem Referendum mehrheitlich gegen Olympische Spiele votiert.
«Die Versprechungen des Senats waren zu unglaubwürdig: Olympia als Heilserzählung für alles, was der Senat nicht auf die Reihe bekommt, eine magische Geldquelle für Hamburgs Bauprojekte beim Bund und auf einmal ‚stabile Mieten‘, obwohl Olympia ein Mietentreiber ist», sagte Maudrich. Unglaubwürdig gewesen sei auch das Finanzkonzept, bei dem die milliardenschweren Kosten für Sicherheit und den Bau eines Leichtathletikstadions einfach weggelassen worden seien.
«Dieses Votum sollte der Hamburger Politik eine Lehre sein: Die Menschen in der Stadt wollen kein weiteres Leuchtturmprojekt», sagte Maudrich. Die Menschen bräuchten bezahlbare Mieten, gut ausfinanzierte soziale Einrichtungen, Sportplätze, Universitäten und Schulen. «Diese Probleme muss der Hamburger Senat jetzt angehen.»
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