Leihen statt kaufen: Bohrmaschine aus der Bibliothek

Die Wärmebildkamera gehört zu den beliebten Leihobjekten in der «Bibliothek der Dinge» in Achim.  Izabela Mittwollen/dpa
Die Wärmebildkamera gehört zu den beliebten Leihobjekten in der «Bibliothek der Dinge» in Achim. Izabela Mittwollen/dpa

Achim/Bremen (dpa/lni) –

Eine Wärmebildkamera, eine Schleifmaschine oder eine VR-Brille: Viele Bibliotheken verleihen nicht nur Bücher, sondern auch Alltagsgegenstände. Die Einrichtungen erweiterten permanent ihre Auswahl, wie Janina Hempel von der Büchereizentrale Niedersachsen sagt. Auch bei den Besuchern zeige «sich ein deutlich gestiegenes Interesse am Prinzip ‚Leihen statt kaufen’». Das Angebot sei auch deshalb so beliebt, weil es niedrigschwellig, alltagsnah und attraktiv sei.

Die Gründe, sich Sachen auszuleihen statt zu kaufen, seien unterschiedlich, weiß Saša Kovačević von der «Bibliothek der Dinge» in Achim. Die einen könnten oder wollten das Geld für die Anschaffung nicht ausgeben, andere hätten keinen Platz für die Aufbewahrung. Wieder andere nutzten das Angebot aus Gründen der Nachhaltigkeit. 

Leihklub bietet rund um die Uhr Zugang zum Lager

Neben den Angeboten in den Bibliotheken gibt es vereinzelt auch private Initiativen wie den Verein «WasmitHerz» in Hannover und den Leihklub in Bremen. Die Idee habe er gehabt, weil ihm entsprechende Online-Plattformen zu anonym gewesen seien, sagt Leihklub-Organisator Fabian Oestreicher.

Wer im Leihklub Mitglied ist, bekommt über eine App rund um die Uhr Zugang zu einem Lager mit mehr als 150 Objekten, darunter Stehtische und ein elektrischer Fensterputzer. «Den meisten Mitgliedern geht es um den Aspekt der Nachhaltigkeit und den Gedanken der Solidargemeinschaft», betont Oestreicher.

© dpa-infocom, dpa:260318-930-830782/1

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