Osnabrück/Hildesheim/Vechta (dpa/lni) –
Die katholische Kirche in Niedersachsen und Bremen stellt sich auf weiter schwindende Mitgliederzahlen ein. Wie die Bistümer mitteilten, sank im vergangenen Jahr im Vergleich mit dem Vorjahr die Zahl der Gläubigen im Bistum Hildesheim von 508.073 auf 493.186 Menschen, im Bistum Osnabrück von 497.031 auf 486.439 und im zum Bistum Münster gehörenden Offizialatsbezirk Oldenburg mit Sitz in Vechta von 235.388 auf 230.623 Personen.
Insgesamt bekannten sich in Niedersachsen im Jahr 2025 knapp 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben. In Bremen, das zum größten Teil zum Bistum Osnabrück gehört, gab es im vergangenen Jahr nach den Zahlen der Deutschen Bischofskonferenz 55.809 Katholiken.
Kirche will weiter nahe am Menschen sein
Während die Bistümer Hildesheim und Osnabrück bei Kirchenaustrittszahlen im Vorjahresvergleich leichte Rückgänge verbuchten, stieg die Zahl im Bereich Oldenburg leicht auf 3.157 (2024: 3.052). Im Bistum Hildesheim traten im vergangenen Jahr 8.843 (2024: 8.851) Menschen aus der Kirche aus, in Osnabrück waren es 6.702 (6.822) Personen. Bezogen auf die Länder Bremen und Niedersachsen traten in Bremen 1.108 Menschen aus der Kirche aus, in Niedersachsen waren es 17.635 Menschen.
Das Bistum Osnabrück stelle sich bewusst darauf ein, dass die Kirche kleiner werde, sagte der dortige Generalvikar Ulrich Beckwermert. Die Kirche wolle weiter nahe an den Menschen bleiben. Entscheidend seien nicht nur die Größe der Strukturen, sondern dass Kirche mit ihren Angeboten verlässlich für Seelsorge, Bildung, Beratung, Hilfe und Orientierung da sei.
«Fester Anker im Leben»
Ähnlich äußerte sich der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk: «Unsere Kirche bleibt für viele Menschen ein fester Anker in ihrem Leben und in der Gestaltung ihres Glaubens, auch wenn unsere Mitgliedszahlen zurückgehen.» Die Kirche stehe den Menschen in Krisen bei, gestalte Gemeinschaft, fördere Dialog und baue Brücken. «Damit sind und bleiben wir ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Zivilgesellschaft», sagte Wilk.
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