War Rot berechtigt? Diskussion nach Schäfers Foul an Stage

Baumgart (l) fand den Platzverweis für Schäfer nicht gerechtfertigt. Soeren Stache/dpa
Baumgart (l) fand den Platzverweis für Schäfer nicht gerechtfertigt. Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa) –

Die wohl spielentscheidende Szene gegen Werder Bremen bewertete Union-Trainer Steffen Baumgart auch mit etwas Abstand noch anders als Schiedsrichter Timo Gerach. «Die Rote Karte ist aus meiner Sicht eine schwierige Situation, weil es für mich immer noch keine Rote Karte ist, es ist maximal eine Gelbe Karte», sagte der 54-Jährige nach dem 1:4 gegen Werder über den Platzverweis für seinen Schützling Andras Schäfer. «Es ist auch kein Tritt oberhalb des Knöchels, so wie wir viele Fouls schon gesehen haben. Sondern es ist in der Bewegung auf den Fuß drauf.»

Was war passiert? 

Union war nach einer stabilen Anfangsphase gerade in Führung gegangen, als Schäfer den Bremer Jens Stage in einem Zweikampf am Fuß traf, als der Ball längst weg war. Gerach entschied auf grobes Foulspiel und Rot. Das Spiel kippte danach zugunsten der Bremer. Nach dem Abpfiff ging Baumgart noch in die Diskussion mit dem Schiedsrichter, der ihn aber irgendwann stehen ließ.

Der Gefoulte selbst, der mehrere Minuten behandelt werden musste, sagte: «Schiri bin ich nicht. Was ich sagen kann: Er trifft mich ganz hart, das tut weh.» Ob Rot die richtige Wahl war, darauf wollte sich der Däne nicht festlegen. Er wurde in der Folge noch zum Matchwinner für Werder mit einem Tor und einer Vorlage.

«Ziemlich hart, sicherlich auch zu hart», fand Unions Geschäftsführer Horst Heldt die Entscheidung. Auch Werders Coach Daniel Thioune räumte ein, dass der Platzverweis sein Team ins Spiel zurückgeholt habe. Er verwies aber auch darauf, dass sich die Bremer in Überzahl in anderen Spielen auch schon sehr schwergetan hätten. Gegen Union lief es besser.

© dpa-infocom, dpa:260309-930-788775/1

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