Hannover (dpa) –
Weil sie eine Polizistin geküsst haben sollen, müssen zwei Teilnehmer des Schützenausmarsches in Hannover wegen sexueller Belästigung vor Gericht. Den Männern im Alter von 44 und 34 Jahren werde vorgeworfen, die Frau beim Schützenausmarsch im vergangenen Juli am Oberarm festgehalten und sie ohne ihr Einverständnis auf beide Wangen geküsst zu haben – nahe der Mundwinkel, teilte das Amtsgericht Hannover mit.
Die Polizeikommissarin habe sich «emotional überrumpelt» gefühlt. Die beiden Männer legten gegen Strafbefehle jeweils Widerspruch ein, daher wurde eine Hauptverhandlung für den 29. Januar anberaumt. 14 Zeugen sind in dem Verfahren geladen, wie das Gericht mitteilte.
Das Schützenfest in Hannover wirbt damit, das größte der Welt zu sein. Beim traditionellen Ausmarsch der Schützenvereine versammelten sich im vergangenen Jahr etwa 180.000 Schaulustige. Rund 800.000 Besucher kamen zum Schützenfest – etwa 150.000 mehr als ein Jahr zuvor.
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