Hamburg (dpa/lno) –
Drohnenshow, Schlepperballett und Konzerte – von Freitag bis Sonntag feiert Hamburg seinen Hafen mit einem bunten Fest. Zum Programm des 837. Hafengeburtstag gehören Paraden mit Schiffen aus aller Welt, Feuerwerk, Ausflugsfahrten und kulinarische Köstlichkeiten. Beim jährlichen Hafenfest werden in diesem Jahr etwa 250 Schiffe erwartet. Zwischen den klassischen Ein- und Auslaufparaden am Freitag und Sonntag ist auch das traditionelle Schlepperballett wieder dabei.
Schiffe als schwimmende Attraktionen und Symbol maritimer Vielfalt
In diesem Jahr wird auch ein Forschungsschiff präsentiert, das nach Angaben der Veranstalter zu den modernsten Deutschlands gehört. An Bord der «Atair», die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie genutzt wird, um Wracks aufzuspüren oder den Meeresboden zu vermessen, können Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Forschung bekommen.
Auch Einsatzschiffe, auf denen Gäste die Arbeit von Bundespolizei, Fischereischutz und Zoll kennenlernen können, sind zu besichtigen. Neben Informationen zu Aufgaben und Ausbildungsmöglichkeiten wird auch moderne Technik präsentiert, etwa durch Virtual-Reality-Einblicke in Einsätze auf See.
«Die Schiffe symbolisieren das maritime Erbe der Stadt und zeigen zugleich die beeindruckende Kompetenz, die in Deutschlands größtem Hafen versammelt ist. Unsere schwimmenden Hauptattraktionen schaffen eine eindrucksvolle Kulisse, und eine Vielzahl von historischen wie aktuellen Schiffen kann auch im Rahmen des beliebten Open Ship hautnah erlebt werden», sagte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD).
Am Samstag wird beim Hafengeburtstag ein Polizeiboot mit hybridem Antrieb getauft. Die «Bürgermeister Nevermann» ist bereits seit Jahresbeginn im Einsatz bei der Wasserschutzpolizei. Taufpatin wird Paralympionikin und Kanutin Edina Müller.
Musikalische Höhepunkte und Drohnen-Show für Olympia
Umrahmt von Hafenlichtern liegt eine schwimmende Bühne auf der Elbe vor den Landungsbrücken. Dort treten am Freitag die Band Santiano, der Musiker Oli P. und weitere Künstler auf.
Am selben Tag wird Hamburgs angestrebte Olympia-Bewerbung im Mittelpunkt stehen. Eine große Drohnen-Lichtshow soll den Himmel über dem Hafen erleuchten. 1.100 Drohnen werden nach Angaben der Wirtschaftsbehörde mit Lichtern Sportarten, Hamburger Wahrzeichen und Symbole für Werte wie Frieden, Freiheit, Vielfalt und Respekt darstellen.
Keine privaten Drohnen erlaubt
Der Einsatz privater Drohnen über dem Veranstaltungsgelände ist allerdings nicht erlaubt. Verboten sind nach Polizeiangaben auch Waffen. Das Sicherheitskonzept werde grundsätzlich fortlaufend überprüft und an aktuelle Erkenntnisse angepasst, erklärte die Wirtschaftsbehörde nach der Amokfahrt von Leipzig.
Geburtsstunde des Hamburger Hafens
Der Hafengeburtstag erinnert an den Beginn des zollfreien Handels über die Elbe, den Kaiser Friedrich Barbarossa am 7. Mai 1189 mit einem Freibrief ermöglicht haben soll. Dieses Datum gilt seither als Geburtsstunde des Hamburger Hafens.
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