Hamburg-Berlin: Bahn will an Ersatzbusbetreiber festhalten

Der Ersatzverkehr mit Bussen bleibt auf vielen Linien noch bis Mitte Juni bestehen. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa
Der Ersatzverkehr mit Bussen bleibt auf vielen Linien noch bis Mitte Juni bestehen. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa

Berlin (dpa) –

Trotz aktueller Probleme im Bus-Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin will die Deutsche Bahn mit dem aktuellen Betreiber Ecovista bis zur verspäteten Inbetriebnahme der Strecke Mitte Juni weitermachen. Das Unternehmen erbrächte derzeit zwar nicht die vertraglich vereinbarten Leistungen, sagte der Programmleiter Generalsanierung bei der zuständigen Bahn-Tochter DB-InfraGo, Wolfgang Weinhold. Beide Seiten befänden sich aber in engen Gesprächen, um das zu ändern. 

«Wenn uns das gelingt, gehen wir im Moment davon aus, dass wir mit Ecovista auch verlängern», betonte Weinhold. Die Bahn hatte zuvor verkündet, dass die komplette Inbetriebnahme der Bahnstrecke Berlin-Hamburg erst am 14. Juni erfolgen wird und damit sechs Wochen später als ursprünglich geplant. Die Strecke wird seit August umfassend saniert. Insbesondere in Berlin und Brandenburg bleiben Pendlerinnen und Pendler nun deutlich länger auf den Ersatzverkehr mit Bussen angewiesen. 

Wegen Streitigkeiten mit einem Investor hatte Ecovista Anfang März quasi über Nacht rund 200 Neufahrzeuge durch gebrauchte Busse ausgetauscht. Sie entsprechen in Ausstattung und Qualität nicht mehr dem vertraglich vereinbarten Standard. Es kommt seither zudem etwas häufiger zu Ausfällen. Die Deutsche Bahn hat Ecovista daher abgemahnt und pocht auf die Einhaltung der Verträge. 

Sollte keine Lösung gefunden werden, müsste die Bahn auf andere Vertragspartner zugehen, sagte Weinhold. Mit drei Unternehmen gebe es bereits Kontakte: der konzerneigenen SEV GmbH sowie den Busgesellschaften go.on und deu.mobil.

© dpa-infocom, dpa:260311-930-800724/1

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