Günther pocht auf Klarheit für Urlauber im Nahen Osten

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ist für Rückholaktionen deutscher Touristen aus Nahost. (Archivbild) Marcus Brandt/dpa
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ist für Rückholaktionen deutscher Touristen aus Nahost. (Archivbild) Marcus Brandt/dpa

Kiel (dpa) –

Bei der Rückholung im Nahen Osten gestrandeter deutscher Urlauber sieht Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther den Bund gefordert. «Die Bundesregierung muss sich mit Nachdruck darauf konzentrieren, unseren Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, darunter auch Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, eine sichere Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen», sagte der CDU-Politiker. Er habe darüber bereits mit Außenminister Johann Wadephul (CDU) telefoniert. 

«Das Auswärtige Amt arbeitet mit Hochdruck daran, Möglichkeiten zu schaffen, damit deutsche Staatsangehörige über den Landweg aus der Region ausreisen können», sagte Günther. «In meinem Gespräch mit dem Außenminister habe ich darum gebeten, zeitnah verlässliche Informationen darüber zu erhalten, wie viele Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner sich aktuell in der Region aufhalten.» Betroffene brauchten Klarheit über realistische Rückkehrperspektiven, konkrete Handlungsempfehlungen und darüber, wie die Informations- und Versorgungskette in den kommenden Tagen gewährleistet werde. 

Gespräch mit Tui 

Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter (CDU) hat nach Angaben Günhers bereits mit dem Vorstandsvorsitzenden des Touristikkonzerns Tui, Sebastian Ebel, gesprochen. Dabei sei es um die Situation der Reisegäste vor Ort gegangen und darum, wie sich die Reiseveranstalter konkret um ihre Kundinnen und Kunden kümmern – darunter seien auch viele Menschen aus Schleswig-Holstein. 

Zusätzlich steht die Landesregierung im Austausch mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesinnenministerium. Bereits am Wochenende habe es Schalten der Innenministerinnen und Innenminister zur Lagebewertung gegeben, sagte Günther. 

Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Außenminister Wadephul.

© dpa-infocom, dpa:260302-930-757798/1

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