Dötlingen (dpa/lni) –
Vor der geplanten Gründung eines Landesverbandes der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Niedersachsen ist es zu ersten Kundgebungen und Gegendemonstrationen gekommen. In Dötlingen im Landkreis Oldenburg versammelten sich nach Angaben der Polizei am Morgen zunächst etwa 70 Menschen, um gegen die Veranstaltung zu demonstrieren.
«Die Zahl wird sich im Verlauf des Tages sicher noch verändern», sagte eine Polizeisprecherin und sprach von einem «friedlichen» Verlauf. Auf einem Transparent war «Keen Tee för de AfD» zu lesen. Ein Mann trug eine Weste der «Opas gegen Rechts». Das Gründungstreffen in Dötlingen, wo auch die niedersächsische AfD ihren Sitz hat, sollte um 11.30 Uhr hinter verschlossenen Türen beginnen. Für 18.00 Uhr war eine Pressekonferenz angesetzt.
Polizei: «angemessener und ausreichender Kräfteansatz»
Neben der Parteiveranstaltung waren vorab zwei Gegenversammlungen angemeldet worden: eine Mahnwache und ein Demonstrationszug, der um die Mittagszeit am Bahnhof Brettorf starten sollte. Man begleite «das Gesamtgeschehen vor Ort mit einem angemessenen und ausreichenden Kräfteansatz», hieß es in einer Mitteilung der Polizei.
Jugendorganisation im Fokus der Behörden
Nach der neuen Einstufung des AfD-Landesverbands als extremistische Bestrebung steht auch die Jugendorganisation im Blick der Sicherheitsbehörden. Man gehe von personellen und ideologischen Kontinuitäten zur früheren als rechtsextremistisch eingestuften Jungen Alternative aus, hieß es vom Verfassungsschutz.
AfD-Landesvize Stephan Bothe wies das zurück. Es gebe keine personellen Überschneidungen. Viele frühere Mitglieder der Jungen Alternative seien inzwischen zu alt für eine Jugendorganisation. Die Generation Deutschland sei bewusst so aufgebaut worden, dass die AfD «die Hand drauf hat» und gegen extremistische Bestrebungen vorgehen könne.
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