Berlin/Braunschweig (dpa) –
Wachsende Bedrohungen aus der Luft und klimafreundlicheres Fliegen – am Forschungsflughafen in Braunschweig sollen aktuelle Entwicklungen verstärkt in wirtschaftliche Chancen umgemünzt werden. Es gehe darum, mehr Aufgaben in der Beobachtung und Aufklärung an Land und auf See, beim Frachttransport, aber auch im Bereich Sicherheit und Verteidigung zu übernehmen, teilte die Stadt mit. Die Luftfahrttechnik werde deutlich agiler und flexibler, hieß es zur Begründung.
«Über 3.700 Arbeitsplätze in Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind dort mittlerweile angesiedelt», sagte Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD). Der Airport biete Antworten auf die Fragen der Zukunft, warb der SPD-Politiker bei einem Parlamentarischen Abend in Berlin, bei dem sich auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) informierten.
Forschungseinrichtungen wie die Technische Universität oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellten Fragen zur unbemannten Flugtechnik oder der Rolle von Drohnen in der zivilen Nutzung und beim Schutz kritischer Infrastruktur in den Mittelpunkt. «Dieses Potenzial werden wir gezielt nutzen und den Standort als Zentrum für Forschung, Erprobung und Zertifizierung weiter stärken», sagte TU-Präsidentin Angela Ittel.
Dass der Flughafen auch ein wichtigstes Zentrum für Mobilitätsforschung in Europa ist, soll ein autonomes Shuttle belegen, das künftig zwischen den internationalen Forschungszentren und Bundesforschungsinstituten verkehrt.
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