Hamburg (dpa) –
Beschäftigte aus ganz Norddeutschland sind in Hamburg zum «Streiktag Bildung» auf die Straße gegangen. Zu dem bundesweiten Warnstreik hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen. Zentrale Veranstaltungen waren neben Hamburg auch in Berlin, Köln, Leipzig und Mannheim geplant.
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaften fordern unter anderem Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich aber mindestens 300 Euro mehr.
Streikende auch aus anderen Nordländern in Hamburg
Nach Gewerkschaftsangaben nahmen an der Demonstration in Hamburg auch Beschäftigte aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein teil. Insgesamt hätten sich 2.500 Beschäftigte beteiligt, sagte ein GEW-Sprecher.
Nur mit besseren Bedingungen in der Bildung gebe es auch gute Bildung für alle, sagte der Hamburger GEW-Vorsitzende Sven Quiring. Dafür brauche es attraktive Arbeitsplätze. «Und dazu gehören auch attraktive Gehälter.»
Behörde: Auswirkungen des Streiks gering
Die Auswirkungen des Warnstreiks hielten sich in Hamburg laut Schulbehörde in Grenzen. So seien der Behörde 334 Streikteilnahmen gemeldet worden. «Davon 250 pädagogisch-therapeutisches Fachpersonal, 60 Lehrkräfte, 11 Angehörige des nichtpädagogischen Personals an Schule sowie 13 Beschäftigte der Ämter und Dienststellen», sagte ein Sprecher.
Das entspreche 0,3 Prozent der Lehrkräfte und knapp 10 Prozent des pädagogisch-therapeutischen Fachpersonals.
Gewerkschaften erhöhen Drück auf Tarifgemeinschaft der Länder
Der Demonstrationszug führte vom Dammtor-Bahnhof vor die Finanzbehörde am Gänsemarkt und zum Rathaus. Von dort aus ging es zurück zum Curiohaus an der Rothenbaumchaussee zur Streikversammlung.
Mit dem Warnstreik wollte die GEW den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die nächste Verhandlungsrunde in Potsdam ist am 11. Februar geplant.
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