Bedrängnis bei Ecken: Kiels Walter springt Torhütern bei

Holstein Kiels Trainer Tim Walter hält nichts von bedrängten Torhütern bei Eckstößen.  Frank Molter/dpa
Holstein Kiels Trainer Tim Walter hält nichts von bedrängten Torhütern bei Eckstößen. Frank Molter/dpa

Kiel (dpa/lno) –

Holstein Kiels neuer Trainer Tim Walter hält nichts von zu heftig bedrängten Torhütern bei Eckstößen. Über das zuletzt vermehrt aufgetretene Fußball-Phänomen sagte der Coach: «Aus meiner Warte ist es sehr häufig auch Foulspiel. Weil es geht nur darum, jemanden freizublocken, seine größten Spieler dann zum Einsatz zu bringen. Die scheuen nicht davor, mit beiden Händen zu stoßen», sagte der Coach vor der Partie in der 2. Liga beim SV Darmstadt 98 am Samstag (13.00 Uhr/Sky).

Zuletzt setzen Mannschaften im internationalen Fußball vermehrt darauf, den gegnerischen Torhüter bei Eckstößen die Sicht zu nehmen und im Strafraum durch bewusste Aktionen Chaos zu stiften. Viele Vereine beschäftigen seit geraumer Zeit Standardtrainer, die über ausgeklügelte Varianten die Erfolgsaussichten ihres Clubs vergrößern wollen.

«Dass man sich etwas überlegt bei Standardsituationen ist ja nicht verwerflich. Aber wenn es dann Foul ist, ist es auch Foul. Und das muss man ahnden», sagte Walter. Die Schiedsrichter dafür zu sensibilisieren, sei der nächste Schritt, meinte der Kiel-Coach. Hierzu müsse sich auch die Liga hinterfragen, ob man diese Situation um die Torhüter so zulassen wolle.

© dpa-infocom, dpa:260305-930-774276/2

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