Kiel (dpa/lno) –
Steuerfahnder und das Finanzamt haben in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr mehr als 2.200 Straf- und Bußgeldverfahren eingeleitet. Nach Angaben des Finanzministeriums konnten in diesem Zusammenhang Steuereinnahmen in Höhe von rund 70 Millionen Euro festgesetzt werden. «Die Zahlen sprechen für sich. Der Kampf gegen Finanzkriminalität lohnt sich und sorgt für Vertrauen in das System und Steuergerechtigkeit», sagte Finanzministerin Silke Schneider (Grüne).
Für manche Steuerhinterziehenden hatten die Ermittlungen darüber hinaus weitere Konsequenzen. Gerichte verhängten 2025 Freiheitsstrafen wegen Steuerhinterziehung von insgesamt 96 Jahren und 7 Monaten. Hinzu kamen Verurteilungen zu Geldstrafen bei Steuerdelikten in einem Gesamtumfang von gut 1,15 Millionen Euro.
Zudem gab es Geldauflagen und Geldbußen in Höhe von mehr als 1,24 Millionen Euro. Die Strafverfolgungsbehörden stellten auch durch Straftaten erlangte Vermögen sicher. 2025 konnten in Schleswig-Holstein durch Steuerfahndung und Bußgeld- und Strafsachenstelle mehr als zwei Millionen Euro im Rahmen der Vermögensabschöpfung vorläufig gesichert werden.
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