Hamburg (dpa/lno) –
Am Hamburger Flughafen fallen wegen eines Streiks von Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa und Eurowings am Montag und Dienstag mehrere Flüge aus. Bei Lufthansa sind am Montag 12 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie 12 von und nach München betroffen, wie der Flughafen mitteilte. Die Vereinigung Cockpit (VC) hatte zu dem Ausstand aufgerufen, der von Montag 00.01 Uhr bis Dienstag 23.59 Uhr dauern soll.
Am Dienstag fallen demnach weitere 13 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie 12 von und nach München aus. Erst am vergangenen Freitag war es in Hamburg zu Flugausfällen bei Lufthansa gekommen, als die Flugbegleiter die Arbeit niederlegten.
Das Eurowings-Personal ist hingegen nur am Montag zum Streik aufgerufen. Laut Flughafen sind bei Eurowings 41 Ankünfte und 41 Abflüge geplant, darunter Verbindungen nach Barcelona, Budapest, London, Mailand und Venedig. Welche davon ausfallen, werde nach Unternehmensangaben derzeit noch geprüft. Passagiere mit gebuchten Flügen bei Lufthansa oder Eurowings, die von den Ausfällen betroffen sind, sollten sich direkt an die Fluggesellschaften wenden.
Vereinigung sieht fehlende Gesprächsbereitschaft der Arbeitgeber
«Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt», sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. «Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber.»
Nach VC-Angaben liegt weder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag. Bei Eurowings sei das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung inakzeptabel und bewege sich «auf einem derart niedrigen Niveau, dass es diesen Namen kaum verdient».
Die Lufthansa reagierte mit Unverständnis auf den Streikaufruf. Die Streikankündigung der Spartengewerkschaft Vereinigung Cockpit «stellt eine völlig neue Stufe der Eskalation dar», sagte ein Unternehmenssprecher. Ihre Kernforderung nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge sei absurd und unerfüllbar.
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