Hamburg (dpa) –
Beim Ausheben der Baugrube für die künftige U5-Haltestelle Bramfeld in Hamburg ist ein Millionen Jahre alter Findling gefunden worden. Wie die Hochbahn mitteilte, wiegt der Granitstein rund 22 Tonnen und misst etwa acht Kubikmeter. Der Stein wurde geborgen und soll der Hansestadt als Naturdenkmal erhalten bleiben.
«Dieser Fund in Bramfeld ist eine echte Sensation – so ein geologisches Schwergewicht haben wir in Hamburg seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr ans Licht befördert», sagte Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne). Der Stein wiege so viel wie ein ausgewachsener Buckelwal und gehöre zu den größten Findlingen der Stadt – angeführt vom «Alten Schweden», der 217 Tonnen wiegt. Wo der Stein sein neues Zuhause finden wird, müsse noch geklärt werden.
«Ein Findling wie dieser ist auch für ein Großbauprojekt wie die U5 eine absolute Besonderheit und kommt nicht alle Tage vor», erklärte U5-Teilprojektleiter Patrick Kunath. Beim Ausheben sei die Baggerschaufel in rund sieben Metern Tiefe auf den Stein gestoßen.
Findling wird auf Baustelle zwischengelagert
Um den mächtigen Findling zu bergen, ließ die Hochbahn einen mobilen Spezialkran aufbauen. Dieser hob den Stein mit einer Hebevorrichtung aus der Grube. Derzeit prüfen das geologische Landesamt, das Bezirksamt Wandsbek und die Hochbahn U5 Projekt GmbH gemeinsam, wie der Findling weiter genutzt werden soll. Bis dahin lagert er vorübergehend auf der Baustelle.
Während der letzten Eiszeit wurden aus Skandinavien große Gesteinsmengen mit den Gletschern nach Norddeutschland transportiert. Beim Abschmelzen des Eises blieben auch größere Felsblöcke zurück – die als Findlinge bezeichnet werden.
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