Hamburg/Kiel (dpa/lno) –
In Hamburg und Schleswig-Holstein ist die Tarifbindung 2025 stabil geblieben. Wie das Statistikamt Nord mitteilte, arbeiteten in der Hansestadt 48 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben, in Schleswig-Holstein waren es 46 Prozent.
In Hamburg erhielten 36 Prozent der Beschäftigten Löhne nach Branchentarifvertrag, elf Prozent nach Firmentarifvertrag. In Schleswig-Holstein galten Branchentarifverträge für 39 Prozent, Firmentarifverträge für sieben Prozent der Beschäftigten. Bundesweit lag die Tarifbindung unverändert bei 49 Prozent.
Kritik an den veröffentlichten Zahlen kommt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). «Noch immer arbeitet nicht einmal die Hälfte der Hamburger Beschäftigten in einem tarifgebundenen Betrieb», sagte Hamburgs DGB-Vorsitzende Tanja Chawla. Das zeige, wie weit die Hansestadt von der 80-Prozent-Vorgabe der EU entfernt sei. Als wirksames Instrument würde aus ihrer Sicht ein Tariftreuegesetz Abhilfe schaffen.
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