Werder-Frust nach Rückschlag – Thioune: «Wähnte uns weiter»

Nach der Niederlage gegen Mainz war Bremens Trainer Daniel Thioune als Tröster gefragt. Carmen Jaspersen/dpa
Nach der Niederlage gegen Mainz war Bremens Trainer Daniel Thioune als Tröster gefragt. Carmen Jaspersen/dpa

Bremen (dpa) –

Nach zwei Siegen in Serie schien Werder Bremen die Wende geschafft zu haben, doch durch das 0:2 gegen den FSV Mainz 05 stecken die Grün-Weißen wieder ganz tief im Abstiegskampf. «Ich wähnte uns ein bisschen weiter», sagte Werder-Coach Daniel Thioune nach dem schwachen Auftritt seines Teams. «Es war ein Rückschritt», räumte der Bremer Trainer unumwunden ein.

Gegen die ebenfalls nur wenig überzeugenden, dafür aber sehr effektiven Mainzer ließen die Bremer von Anfang an Konzentration und Fokussierung vermissen. «Wir waren von Beginn an immer zweiter Sieger», sagte Thioune, der vor allem in der Offensive die nötige Schärfe und Effektivität vermisste. «Wenn du ein Tor schießen willst, musst du den Ball zumindest auch mal aufs Tor bringen», kritisierte Thioune.

Werder mit Personalsorgen

Im engen Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga müsse man aber immer wieder mit solchen Rückschlägen rechnen. «Wir müssen geduldig bleiben», sagte der Werder-Coach. «Ich habe immer gesagt, dass es ein Marathon werden und bis zum Ende spannend bleiben wird.» Auch Routinier Leonardo Bittencourt warnte davor, nach der Niederlage jetzt wieder alles infrage zu stellen. «Ich würde nach einem Spiel jetzt nicht gleich wieder als schwarzmalen.»

Allerdings muss im nächsten Kellerduell mit dem VfL Wolfsburg am kommenden Samstag eine deutliche Leistungssteigerung her. Mit welchem Personal Werder die wichtige Partie angehen kann, ist aber ungewiss. Gegen Mainz fehlten kurzfristig die verletzten Niklas Stark und Senne Lynen. Im Spiel erwischte es dann auch noch Julian Malatini. Zudem kassierte Jens Stage seine fünfte Gelbe Karte und ist in Wolfsburg gesperrt.

«Uns fehlt in der Tiefe ein bisschen Personal», sagte Thioune, der in Samuel Mbangula, Felix Agu und Karim Coulibaly drei Profis auf der Bank hatte, die gegen Mainz höchstens für Kurzeinsätze infrage gekommen wären. Auch deshalb gaben die Youngster Mick Schmetgens und Salim Musah ihr Bundesliga-Debüt. «Ich freue mich sehr, dass die jungen Spieler ihr Profidebüt gefeiert haben», sagte Thioune. «Aber sowas passiert dann häufig, weil man nicht mehr ganz so viel in der Hinterhand hat.»

© dpa-infocom, dpa:260316-930-821505/1

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