
Nach langen Diskussionen – ob wieder oberirdisch, oder doch als Tunnel unter der Elbe steht fest: Die neue Köhlbrandbrücke in Hamburg wird wieder oberirdisch verlaufen. Das gab der Hamburger Senat am Mittwochmittag bekannt. Der Entwurf für das neue Bauwerk wurde im Hamburger Rathaus vorgestellt. Die Brücke soll den Schwerlastverkehr wieder uneingeschränkt möglich machen und auf der Elbe außerdem genug Platz für die immer höher werdenden Tanker gewährleisten.
Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) äußerte sich dazu: „Der Ersatzneubau der Köhlbrandbrücke hat eine herausragende Bedeutung für unsere Stadt und für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir treiben dieses Schlüsselprojekt konsequent voran. Mit der Auswahl des Siegerentwurfs wissen die Hamburgerinnen und Hamburger nun, wie das neue Bauwerk aussehen wird.“
Eine Jury mit ausgewiesenen Expert:innen und Beteiligung der Bürgerschaftsfraktionen hat den Siegerentwurf für die neue Köhlbrandbrücke einstimmig ausgewählt. In einem mehrstufigen Wettbewerb konnte die Arbeitsgemeinschaft aus sbp, Grassl und WTM Engineers sowie gmp und PPL das 21-köpfige Gremium überzeugen. Insgesamt hatten sieben Bietergemeinschaften ihre Konzepte eingereicht.
Neue Brücke knüpft an bisherige Architektur an
Der Siegerentwurf knüpft an die charakteristische Bestandsform mit zwei Pylonen und Schrägseilen an und führt sie in zeitgemäßer Form weiter. Zugleich soll der Entwurf technisch neue Maßstäbe, etwa durch einen gezielt reduzierten und effizienteren Einsatz CO₂-intensiver Materialien wie Stahl setzen. „Der Entwurf überzeugt durch seine klare und elegante Form und eine konsequent durchdachte Konstruktion. Er nimmt die ikonische Gestalt der bestehenden Brücke auf und entwickelt sie sensibel weiter. So entsteht ein Bauwerk, das sich gleichermaßen funktional wie städtebaulich überzeugend in das Hafenbild einfügt. Die neue Köhlbrandbrücke wird wieder ein Hamburger Wahrzeichen werden!“, sagte Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Freie und Hansestadt Hamburg.
Die Planungen für den Bau laufen bereits. Die weiterhin beschleunigte Realisierung des Projekts hat für den Senat eine zentrale Bedeutung. Die Freie und Hansestadt Hamburg, die Hamburg Port Authority (HPA) und die mit der Realisierung beauftragte ReGe Hamburg arbeiten hierzu eng zusammen. Ziel ist die Verkehrsfreigabe der neuen Köhlbrandbrücke bis Ende der 2030er-Jahre. Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority (HPA) sagte dazu: „Die neue Köhlbrandbrücke ist für die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens von zentraler Bedeutung. Wir treiben die Planungen gemeinsam mit unseren Partnern zielstrebig weiter voran.“
Visualisierungen im Rathaus ausgestellt
Eine Ausstellung im Hamburger Rathaus zeigt ab sofort Visualisierungen des Siegerentwurfs und weiterer eingereichter Konzepte. Sie führt Hintergründe der eingereichten Wettbewerbsbeiträge aus und verdeutlicht die Bedeutung des Projekts für den Hafen und die Stadt. Die Ausstellung ist in den kommenden Tagen in der Rathausdiele zu sehen.
SAT.1 REGIONAL/Hamburger Senat












