Hamburg (dpa/lno) –
Hamburger Behörden haben im vergangenen Jahr ähnlich viele Baugenehmigungen vergeben wie 2024. Die Stadtentwicklungsbehörde teilte mit: 6.734 Wohnungen seien genehmigt worden. Das sind 24 Wohnungen mehr als im vorigen Jahr. Der Hamburger Senat verfehlt damit unverändert das Ziel, 10.000 Wohnungen jährlich zu genehmigen. «Neue Wohnungen sind der zentrale Schlüssel im Kampf gegen hohe Mieten in Deutschland», sagte Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD). Hohe Zinsen und hohe Kosten hätten den Wohnungsbau in der Vergangenheit gebremst.
Gegen den Negativtrend hätten sich Politik, Verwaltung und Privatwirtschaft gestemmt. Das zahle sich aus, sagte Pein. «Hamburgs Wohnungsmarkt sendet erneut positive Signale der Stabilität und Erholung.» Der Markt habe sich gefestigt.
Früher genehmigten die Behörden mehr Wohnungen
Der Wohnungsbau in Deutschland schwächelt seit Jahren. Als Gründe angeführt werden die Zinswende, die gestiegenen Baukosten, die zeitweiligen Lieferengpässe und die recht strengen Bauvorgaben.
In Hamburg wurden zuletzt 2022 mehr als 10.000 Wohnungen genehmigt; genau genommen waren es 10.377. Im Jahr 2019 vergaben die Behörden noch 12.715 Baugenehmigungen.
CDU-Sprecherin nennt Bewertung «Absurdität»
Die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Anke Frieling, kritisierte die Bewertung der Behörde in einer Stellungnahme. Der Senat feiere sich für ein Plus von 24 zusätzlich genehmigten Wohnungen, sagte sie. «Das ist an Absurdität kaum zu übertreffen.» Die Baukosten seien weiter zu hoch, um bezahlbaren Wohnraum zu realisieren.
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