Schafe im Gleis lösen erneut Polizeieinsatz aus

Ein defekter Zaun ermöglichte Schafen den Ausbruch. (Symbolbild) Frank Molter/dpa
Ein defekter Zaun ermöglichte Schafen den Ausbruch. (Symbolbild) Frank Molter/dpa

Mohrkirch (dpa/lno) –

Neun Schafe im Gleis haben die Bundespolizei bei Mohrkirch (Kreis Schleswig-Flensburg) beschäftigt und für eine Sperrung der Bahnstrecke zwischen Flensburg nach Kiel gesorgt. Die Beamten konnten die Tiere bei dem Vorfall am Dienstagnachmittag mit Hilfe des Schafhalters auf eine Weide treiben, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Die Schafe konnten weglaufen, weil die Einfriedung der Weide nicht in Ordnung war. Die Bahnstrecke war etwa eineinhalb Stunden gesperrt. 

Bereits am Freitag war die Bundespolizei wegen Schafen im Gleis im Einsatz gewesen. Betroffen war die Strecke zwischen Flensburg und dem dänischen Padborg. In diesem Fall wurde die Bahnstrecke gesperrt, um vier Tiere aus dem Gefahrenbereich zu holen. Hier war ein Mangel am elektrischen Draht die Ursache für den Ausbruch der Tiere.

Bundespolizei warnt Tierhalter vor Gefahren

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Tierhalter, insbesondere in Gleisnähe, für den einwandfreien Zustand ihre Weidezäune verantwortlich sind. Kommt es zum Ausbruch von Tieren und muss ein Zug gegebenenfalls bremsen, könnte ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorliegen – also eine Straftat. Menschen im Zug könnten zudem bei einer Bremsung verletzt werden. Der Verantwortliche könnte auch für Zugverspätungen und -Ausfälle in Regress genommen werden.

© dpa-infocom, dpa:260610-930-200874/1

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