Geiselnahme in Badewanne – Hohe Haftstrafen für Angeklagte

Angeklagte und Verteidiger kurz vor dem Urteil Georg Wendt/dpa
Angeklagte und Verteidiger kurz vor dem Urteil Georg Wendt/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

In einem Prozess um die achttägige Geiselnahme eines Mannes in einer Badewanne hat das Landgericht Hamburg zwei Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Gefangenschaft des Opfers über eine so lange Zeit sei eine «Lebensgefährdung» gewesen, sagte der Vorsitzende Richter, Thees Willemer.

Der 25 Jahre Angeklagte erhielt eine Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten und muss zudem in eine Entziehungsanstalt. Der andere Angeklagte, ein 27-Jähriger, bekam eine Haftstrafe von zehn Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Gemeinsam mit Komplizen hatten die beiden Angeklagten im Juni 2025 einen Mann aus den Niederlanden unter einem Vorwand nach Hamburg-Billstedt gelockt. Tatsächlich sollte er gezwungen werden, einen ihm bekannten Drogenhändler, der angeblich Schulden von einer Million Euro bei einer Bande hatte, zu einer Reise nach Deutschland zu bewegen.

© dpa-infocom, dpa:260610-930-201339/1

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