Team will Buckelwal vor Poel mehr Platz schaffen

Die Arbeiten im Rahmen eines Rettungsversuchs für den Buckelwal vor Poel gehen weiter. Jens Büttner/dpa
Die Arbeiten im Rahmen eines Rettungsversuchs für den Buckelwal vor Poel gehen weiter. Jens Büttner/dpa

Kirchdorf (dpa) –

Das um die Rettung des vor Poel liegenden Wals bemühte Team konzentriert sich derzeit darauf, dem Tier mehr Platz zu verschaffen. Damit trotz des niedrigen Wasserstands möglichst wenig Eigengewicht auf dem Buckelwal laste, solle ein ausreichend großes Becken geschaffen werden, hieß es von der privaten Initiative hinter den Bemühungen. Ob es später, wie ursprünglich geplant, zum Einsatz einer Plane und Pontons zum Transport des Tieres kommt, war nach Angaben aus dem Team noch unklar.

Schon am Dienstag hatten Helfer mit Saug- und Spültechnik den Untergrund bearbeitet, so dass der Wal inzwischen tiefer im Wasser liegt. Von dem Team hieß es nun, der Wal könnte noch tiefer liegen, wenn er weiter in eine geschaffene Mulde rutschen würde. Direkt am Wal werde per Hand mit einer sogenannten Spüllanze gearbeitet. Etwas zurückgesetzt werde von der vor Ort eingesetzten schwimmenden Arbeitsplattform aus ebenfalls Sediment abgesaugt. 

Wal war in Schräglage gestrandet

Der Wal sei zudem wegen der Sonneneinstrahlung wieder mit Tüchern abgedeckt worden. Den Angaben zufolge bot man dem rund zwölf Tonnen wiegenden Tier am Dienstag auch zweieinhalb Kilogramm Fisch an, auch um seinen Kopf möglichst in eine günstige Richtung zu lenken. Es habe aber nicht gefressen.

Nach Aussage des zum Team gehörenden Schriftstellers Sergio Bambaren war der Wal nach seinem kurzzeitigen Freikommen am Montag in Schräglage gestrandet. Das sei gefährlich, weil das Gewicht überwiegend auf einer Seite laste und so innere Schäden verursachen könne. Danach habe das Team daran gearbeitet, den Wal wieder in eine gerade Lage zu bringen.

Um zurück in das tiefere Fahrwasser in der Kirchsee – einer kleinen Bucht der Wismarbucht – zu gelangen, müsste sich der Wal nach Angaben aus dem Team idealerweise rechtsherum drehen. In die andere Richtung würde er demnach eher weiter in flaches Wasser geraten. Um in die Ostsee zu gelangen, müsste das Tier zunächst aus der Kirchsee herauskommen und schließlich durch die Wismarbucht aufs Meer.

© dpa-infocom, dpa:260422-930-977889/3

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