Glatzel kritisiert Rolle beim HSV: «Maximal frustrierend»

Zuletzt häufig nur Bankspieler beim HSV: Robert Glatzel. (Archivbild) Marcus Brandt/dpa
Zuletzt häufig nur Bankspieler beim HSV: Robert Glatzel. (Archivbild) Marcus Brandt/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

Der beim Hamburger SV kaum noch eingesetzte Angreifer Robert Glatzel hat mit Unverständnis auf sein Reservisten-Dasein reagiert. «Das ist maximal frustrierend», sagte der 32-Jährige der «Hamburger Morgenpost». So eine Situation habe er bislang noch nicht gehabt. «Natürlich habe ich viele Fragezeichen. Ich will kein Feuer legen oder mich über die Mannschaft stellen. Das bin ich nicht», sagt er gleichzeitig. 

In 16 Pflichtspielen kam der zwischendurch verletzte Glatzel in dieser Bundesliga-Saison bislang zum Einsatz. Obwohl er seit Januar wieder fit ist, spielte er in den vergangenen vier Spielen zur Irritation vieler Beobachter und Fans überhaupt keine Rolle und saß auf der Bank. Und das, obwohl die Offensive in diesen Spielen über weite Strecken enttäuschte. 

«Darüber möchte ich in der Öffentlichkeit gar nicht sprechen»

«Er hat auch seine Begründung, die er mir klar gesagt hat», sagte Glatzel über Trainer Merlin Polzin. «Dass ich jetzt gar nicht mehr gespielt habe, ist für mich allerdings nicht verständlich. Ich bin zuletzt proaktiv nach dem Leverkusen-Spiel auf den Trainer zugegangen und habe um eine Erklärung gebeten. Er hat mir seine Gründe genannt. Darüber möchte ich in der Öffentlichkeit gar nicht sprechen», sagte er der Zeitung.

Polzin setzte in der Offensive, geschwächt durch den Dauerausfall von Kapitän Yussuf Poulsen, zuletzt eher auf laufstarke Profis wie den ausgeliehenen Winter-Neuzugang Damion Downs. Dem gelang bislang allerdings in acht Spielen noch kein Tor und keine Vorlage. Dass Polzin nicht auf ihn als klassischen Mittelstürmer setze, könne Glatzel nicht «komplett nachvollziehen». Bei seinen Kurzeinsätzen bejubelte er einen Treffer und gab eine Vorlage. 

Glatzel steht noch ein Jahr in Hamburg unter Vertrag. «Klar ist aber auch, dass ich so eine Situation, wie ich sie in den letzten neun Monaten hatte, auf keinen Fall noch mal erleben will. Das steht für mich fest», sagte er. Es sei unwahrscheinlich, dass sich seine Situation noch mal wieder um 180 Grad drehen werde. Er wünsche sich für die verbleibenden Spiele, dass der HSV den Klassenerhalt schaffe. «Das ist das Wichtigste», stellte der Angreifer klar.

© dpa-infocom, dpa:260318-930-833108/1

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