Heiligenhafen (dpa/lno) –
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat kurz vor Abschluss der Terrorabwehrübung Getex eine positive Bilanz gezogen. Die Polizeien verschiedener Bundesländer, die Bundespolizei und die Bundeswehr hatten drei Tage lang die Zusammenarbeit geübt. In Schleswig-Holstein ging es mit rund 1.000 Einsatzkräften um die Abwehr konkreter terroristischer Bedrohungen auf See.
Die Übung habe wirklich herausragend funktioniert, sagte der Regierungschef im Anschluss an eine Vorführung in Heiligenhafen im Kreis Ostholstein, bei der Spezialisten der Polizei eine anfliegende Drohne mit speziellen Schrotgewehren abschossen.
Die neu angeschafften Waffen sollen als letzte Möglichkeit bei einem Angriff einer Drohne eingesetzt werden. Die Übung sei an Zeichen an die Bevölkerung, «dass wir auch auf solche Szenarien gut vorbereitet sind», sagte Günther.
Innenministerin Magdalena Finke (CDU) sprach von einem vollen Erfolg der Übung. «Wir haben an verschiedenen Szenarien unsere Fähigkeiten geübt und auch verbessert.» Die Übungen seien vor dem Hintergrund der russischen Schattenflotte sehr realitätsnah gewesen, so sei es etwa um das Stoppen von Schiffen und Booten gegangen. Auch das Entschärfen von Bomben und die Versorgung von Verletzten sei geübt worden.
Landespolizeidirektorin Freyher zufrieden
Für die Landespolizei sagte deren Direktorin Maren Freyher, alle Ziele der Übung seien erreicht worden. «Es gab keine Probleme.» Für verschiedene Szenarien auf der Ostsee sei extra ein Frachter angemietet worden. «Wir haben einen guten Stand und die zwölf Monate Vorbereitung für das Szenario, das wir diese Woche gesehen haben, waren optimal, um sich gegenseitig zu ergänzen.» Die Landespolizei Schleswig-Holstein hatte die Gesamtkoordination der Übung.
Die Bundeswehr war nach Angaben des Kommandeurs des Landeskommandos, Michael Skamel, mit Spezialkräften der Marine, des Sanitätsdienst sowie mit Kräften des Seebataillons und des Landeskommandos vertreten.
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