Kiel (dpa/lno) –
Wer Angst vor Gewitter hat, ist im Norden Deutschlands gut aufgehoben – in Kiel sind im vergangenen Jahr nur sechs Blitze in den Boden eingeschlagen. Das macht die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein zur blitzärmsten Stadt in Deutschland. Denn mit einer Dichte von 0,05 Blitzen pro Quadratkilometer liegt die norddeutsche Stadt auf dem letzten Platz des vom Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids erstellten Rankings, das der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag.
2024 waren es in Kiel noch 21 Blitze und damit eine Blitzdichte von 0,17 Blitzen pro Quadratkilometer. Verglichen wurden alle Landkreise, Kreise und kreisfreien Städte.
Ebenfalls sehr blitzarm waren die Stadt Neumünster und der Kreis Plön mit je 0,06 Blitzen pro Quadratkilometer. Der Kreis Segeberg kam auf 0,07 Blitze. Vier der neun blitzärmsten Städte und Kreise Deutschlands finden sich damit in Schleswig-Holstein.
Die meisten Blitze in Schleswig-Holstein wurden im Kreis Schleswig-Flensburg registriert. Die Region kam mit 346 Blitzen auf eine Dichte von 0,17 Blitzen pro Quadratkilometer. Insgesamt wurden in Schleswig-Holstein gut 1.800 Blitze gezählt, 2024 waren es fast 6.500. Auf Platz eins des bundesweiten Blitz-Rankings landet übrigens das bayerische Kaufbeuren mit einer Dichte von 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer.
Generell wenige Blitze im Jahr 2025
2025 war insgesamt ein ungewöhnlich blitzarmes Jahr. Deutschlandweit waren es nur rund 100.000 Erdblitze – etwa halb so viele wie 2024. Diese Zahl war allerdings schon im Januar bekanntgeworden. Wärme und Feuchtigkeit machen Blitze wahrscheinlicher, weswegen sie vor allem im Sommer auftreten, in besonders trockenen Jahren aber tendenziell seltener sind. 2025 war es dabei oft entweder zu kalt oder zu trocken für starke Blitzaktivität.
© dpa-infocom, dpa:260414-930-941224/1








