Braunschweig (dpa) –
Beim Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig hat ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder seinen Rücktritt erklärt. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Jens-Uwe Freitag werde sein Mandat niederlegen, teilte der Club mit.
Zur Begründung schrieben Freitag, die Unternehmerin Hildegard Eckhardt sowie der Geschäftsführer des Eishockey-Clubs Grizzlys Wolfsburg, Hartmut Rickel: «Wir haben in den vergangenen Monaten festgestellt, wie wichtig Vertrauen, Geschlossenheit und gegenseitige Unterstützung für eine erfolgreiche Aufsichtsratsarbeit sind. Diese Voraussetzungen sind aus unserer Sicht mindestens ebenso wichtig wie Fachkompetenz und persönliches Engagement, um Eintracht Braunschweig noch wirkungsvoller in die Zukunft zu führen.»
Aufsichtsrat in der Kritik
Hintergrund ist, dass Teile des Kontrollgremiums in der Fan-Abteilung, im Stadion und auch in Medien massiv in der Kritik stehen, weil der Club seit dem Wiederaufstieg 2022 ausschließlich gegen den Abstieg spielt. Nach dem letzten Saisonspiel beim FC Schalke 04 wurde im Fanblock der Eintracht ein Transparent ausgerollt, auf dem personelle Konsequenzen im Aufsichtsrat gefordert wurden.
In ihrer Erklärung betonten Freitag, Eckhardt und Rickel aber auch: «Unter herausfordernden sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielt Eintracht Braunschweig heute im fünften Jahr in Folge in der 2. Bundesliga. Die Profigesellschaft verfügt aktuell über eine stabile wirtschaftliche Grundlage, eine klare strategische Ausrichtung und tragfähige Ziele als belastbares Fundament für ihre weitere Entwicklung.» Darauf dürfe man «mit Stolz zurückblicken».
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