Neues Konzept stärkt Schwangere und junge Müttern in Hamburg

Die neue Einrichtung soll die Versorgung Schwangerer, junger Mütter, Neugeborener und Familien in Harburg und Umgebung stärken. (Symbolbild) Annette Riedl/dpa
Die neue Einrichtung soll die Versorgung Schwangerer, junger Mütter, Neugeborener und Familien in Harburg und Umgebung stärken. (Symbolbild) Annette Riedl/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

In Hamburg wird heute (13.00 Uhr) eine neue zentrale Anlaufstelle für Schwangere und junge Familien eröffnet. Das Hebammenzentrum im Stadtteil Harburg sei das erste dieser Art in der Hansestadt, teilte die Sozialbehörde mit. Die Einrichtung soll die Versorgung Schwangerer, junger Mütter, Neugeborener und Familien in Harburg und den angrenzenden Stadtteilen stärken und wird von der Hans-Wendt-Stiftung betrieben.

Vier Hebammen im neuen Team

Zur offiziellen Einweihung werden Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD), Harburgs Bezirksamtsleiter Christian Carstensen, der Vorstand der Hans-Wendt-Stiftung, Jörg Angerstein sowie die Koordinatorin des Hebammenzentrums, Christiane Terner, erwartet. Mit dabei sind auch Hebammen, sagte ein Sprecher der Hamburger Sozialbehörde. 

Vier freiberufliche Hebammen sind laut einer Stiftungs-Sprecherin aktuell im neuen Team beschäftigt. Sie beraten und unterstützen auch mit Kursen während der Schwangerschaft, im Wochenbett nach der Geburt, im ersten Lebensjahr des Kindes sowie bei Fragen zum Stillen und zur Ernährung. Geburtshilfe wird im Hebammenzentrum nicht geleistet. 

Hebammen waren am Konzept beteiligt

«Wir haben in unserem Verband (Stand April 2026) 700 Mitglieder, rund 400 dieser Mitglieder sind freiberuflich tätig», sagte die erste Vorsitzende des Hebammenverbandes Hamburg der dpa. Der Großteil der Hebammen in der Hasestadt sei demnach in diesem Verband organisiert.

Der Verband begrüßt die neue Einrichtung und war nach eigenen Angaben an der Konzeption des Zentrums beteiligt. Ziel sei es, dass damit mehr Frauen «niedrigschwellig» erreicht werden können, die sonst eher einen schlechteren oder keinen Zugang zur Hebammenversorgung haben, sagte die zweite Verbandsvorsitzende. 

«Die Hebammen-Kapazitäten sind dort, wo sie gebraucht werden, und werden gebündelt, sei es spontan durch Sprechstunden und Termine, aber auch als Hausbesuche, die dann vereinbart werden.» In Harburg gibt es laut Vorsitzender demnach bisher «die geringste Hebammenversorgung in Hamburg».

© dpa-infocom, dpa:260521-930-108925/1

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