Wiesbaden/Hamburg (dpa/lno) –
In keinem Bundesland sind so viele Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen wie in Hamburg. So lag der Anteil an allen Geburten im Jahr 2024 bei 36,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach Angaben der Stadt gab es 2024 in Hamburger Krankenhäusern insgesamt 21.717 Geburten.
Geringster Kaiserschnittanteil in Berlin
Nach Hamburg folgte das Saarland mit einer Kaiserschnittrate von 35,9 Prozent und Hessen mit 35,6 Prozent. Den niedrigsten Anteil von Kaiserschnitten an den Klinik-Geburten gab es in Sachsen (27,4 Prozent), gefolgt von Brandenburg (27,6 Prozent) und Berlin (29,9 Prozent). Schleswig-Holstein kommt im Länderranking auf Platz sechs, Mecklenburg-Vorpommern auf Platz zehn.
Auch bundesweit erreichte der Anteil der Kaiserschnitte an den Klinik-Geburten mit 33 Prozent den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insgesamt 654.600 Frauen haben 2024 im Krankenhaus entbunden, 215.900 von ihnen per Kaiserschnitt. Seit 1991 hat sich die Kaiserschnittrate der Statistik zufolge mehr als verdoppelt: Damals waren nur 15 Prozent aller Klinikgeburten ein Kaiserschnitt.
Kaum Saugglocke und Zange
Neben dem Kaiserschnitt gibt es noch weitere, wenn auch seltener angewandte Methoden der Geburtshilfe, wie das Amt anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai berichtet. Eine Saugglocke wurde bei 6,7 Prozent der Entbindungen im Jahr 2024 eingesetzt, eine Geburtszange bei 0,2 Prozent der Entbindungen. 60,1 Prozent der Frauen im Krankenhaus haben auf natürlichem Weg entbunden.
Hebammen meist fest angestellt
Hebammen und Entbindungspfleger spielen bei Geburten sowie bei der Begleitung von Frauen während und nach der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Im Jahr 2024 leisteten rund 12.900 Angehörige dieses Berufsstands Geburtshilfe in deutschen Krankenhäusern. Das waren 3,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 89 Prozent waren fest angestellt, der Rest waren sogenannte Belegkräfte.
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