Fünf Fakten über Buckelwale

Die Tiere gelten als die Akrobaten unter den Großwalarten. (Symbolbild) Jose Jacome/epa efe/dpa
Die Tiere gelten als die Akrobaten unter den Großwalarten. (Symbolbild) Jose Jacome/epa efe/dpa

Kiel/Timmendorfer Strand (dpa/lno) –

Buckelwale (Megaptera novaeangliae) können nach Angaben von Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) 12 bis 15 Meter lang werden und etwa 30 Tonnen Gewicht erreichen. Sie haben eine Lebenserwartung von bis zu 90 Jahren. Kennzeichnend für die Art sind die langen, Flipper genannten Brustflossen, die ein Drittel der Körperlänge erreichen.

Meeressäuger nehmen Abkürzungen

Die Meeressäuger leben in polaren Meeren und ziehen zum Kalben bis in tropische Gewässer. Auf ihrem Weg von der irischen Küste in Richtung nördlicher Gewässer bei Norwegen nehmen die Buckelwale Abkürzungen durch die Nordsee, heißt es vom ITAW in Büsum. 

Buckelwale haben keine Zähne

Die Beute der Buckelwale besteht aus Krill, also kleinen Krebsen, und Plankton sowie kleinen Fischen. Die Wale nutzen beim Fressen lamellenartige Hornplatten im Oberkiefer, mit denen sie die kleine Beute aus dem Wasser filtern. Zähne haben sie nicht.

Fangen Beute gezielt mit Atemluft

Bekannt sind Buckelwale zudem für ihre erstaunlichen Fangtechniken. Sie lassen so etwa gezielt Atemluft in Blasen hochperlen, wenn sie einen Schwarm Fische oder Krill ausgemacht haben und diesen umkreisen. Die Beute durchschwimmt diesen Blasenvorhang nicht – und wird von den mit weit geöffnetem Maul von unten nahenden Walen verschlungen.

Buckelwale zeigen spektakuläre Sprünge und singen

Die Sangeskunst der Giganten ist legendär: Die langen Lieder der Bullen zählen zu den komplexesten Gesängen im Tierreich überhaupt. Die Tiere gelten zudem als die Akrobaten unter den Großwalarten: Sie zeigen spektakuläre Sprünge und schlagen oft mit Brust- und Schwanzflossen auf die Meeresoberfläche. 

Population erholt sich

Bis in die 1960er Jahre wurden Buckelwale kommerziell gejagt und stark dezimiert. Mittlerweile haben sich mehrere Populationen deutlich erholt. Das ist mit ein Grund dafür, dass sich solche Tiere vermehrt in Regionen finden, in denen sie in den Jahrzehnten zuvor kaum mal zu sehen waren.

© dpa-infocom, dpa:260326-930-868657/1

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