Timmendorfer Strand/Büsum (dpa) –
Die Sorge um den in der Ostsee vor Timmendorfer Strand gestrandeten Wal hält an. Am Morgen lag das Tier weiter im flachen Wasser vor dem Ortsteil Niendorf. Dem Wal gehe es unverändert, sagte Carsten Mannheimer von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd der Nachrichtenagentur dpa. Er atme und gebe Geräusche von sich. Gelegentlich hebe er den Kopf.
Wie die Rettungsversuche weitergehen, war zunächst noch nicht klar. Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Einsatzkräfte wollten laut Mannheimer am Vormittag besprechen, wie weiter vorgegangen werde.
Das Hochwasser gegen Mitternacht habe nicht ausgereicht, dass sich das etwa zehn Meter lange Tier aus eigener Kraft hätte freischwimmen können, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen. Der Meeressäuger war nach Polizeiangaben in der Nacht zum Montag im Wasser vor dem Ortsteil Niendorf entdeckt worden.
Rettungsversuche vergeblich
Helfer hatten von Montagmittag bis in die Nacht hinein vergeblich versucht, den auf einer Sandbank festsitzenden Wal in tieferes Wasser zu bekommen. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem Polizei-Boote, Schlauchboote und Drohnen der Feuerwehr, zahlreiche Helfer sowie ITAW-Experten.
Warum der Wal vor Niendorf auftauchte, ist bislang unklar. ITAW-Expertin Stephanie Groß sagte, vielleicht sei das Tier krank oder verletzt, vielleicht auch nur erschöpft. Es könne aber auch sein, dass der Wal einfach versehentlich in dem Flachwasserbereich gelandet sei.
Wohl männlicher Buckelwal auf Wanderschaft
Nach Angaben von Sea Shepherd handelt es sich bei dem Tier um einen Buckelwal. Sprecher Sven Biertümpfel geht davon aus, dass es vermutlich ein junger Bulle ist, weil die männlichen Tiere im Gegensatz zu den Kühen auf Wanderschaft gehen. Außerdem sei es naheliegend, dass es sich bei dem Tier um denselben Wal handele, der seit März im Wismarer Hafen in Mecklenburg-Vorpommern gesehen wurde.
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