Millionenbetrag vom Land für schnellen Frühzug nach Hamburg

Das Land MV zahlt einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag für den Erhalt der schnellen Frühverbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg. (Archivbild)  Jens Büttner/dpa
Das Land MV zahlt einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag für den Erhalt der schnellen Frühverbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg. (Archivbild) Jens Büttner/dpa

Schwerin/Rostock/Hamburg (dpa) –

Das Land Mecklenburg-Vorpommern lässt sich den Erhalt der frühen Schnellzug-Verbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag kosten. Genauer wollte Finanzminister Heiko Geue (SPD) nicht werden, als er in der Fragestunde des Landtags am Donnerstag danach gefragt wurde. Es gebe eine Verschwiegenheitsklausel mit der DB Fernverkehr, sagte er.

Einem Sprecher des Verkehrsministeriums zufolge laufen noch letzte Abstimmungen mit der Bahn. So viel steht demnach aber schon fest: Der schnelle Morgenzug soll gegen 6.00 Uhr in Rostock starten und gegen 7.50 Uhr in Hamburg ankommen. Am Abend soll es gegen 20.00 Uhr in Hamburg losgehen mit Ankunft gegen 21.50 Uhr in Rostock.

Mit Nahverkehrsticket nutzbar

Die Bahn hatte angekündigt, ihren morgendlichen ICE von Rostock über Schwerin nach Hamburg wegen mangelnder Auslastung zu streichen. Dies sollte nach Freigabe der Strecke erfolgen, die nach Abschluss der Sanierung für den 15. Mai angekündigt ist. Die Streichung hatte für Protest in MV gesorgt, denn die schnelle Frühverbindung gilt als wichtig für Pendler. Nach Intervention von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lenkte die Bahn ein – allerdings muss MV nun zahlen.

Der Schnellzug soll dafür künftig auch mit Nahverkehrstickets, wie dem Deutschlandticket, genutzt werden können. Deshalb geht das Verkehrsministerium dem Sprecher zufolge von deutlich steigenden Fahrgastzahlen in der Zukunft aus.

© dpa-infocom, dpa:260319-930-838774/1

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