Wolfsburg erhöht Ticketkontingent für Werder-Fans

Die Volkswagen Arena soll gegen Werder Bremen in Wolfsburger Hand sein.   Andreas Gora/dpa
Die Volkswagen Arena soll gegen Werder Bremen in Wolfsburger Hand sein. Andreas Gora/dpa

Wolfsburg (dpa) –

Die große Invasion von Gästefans soll beim Abstiegsduell des VfL Wolfsburg gegen den SV Werder in der Fußball-Bundesliga vermieden werden. Dennoch ist der VfL für das Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) den Bremer Anhängern etwas entgegengekommen und hat das Kontingent von regulär 2.800 um weitere 600 Tickets erweitert. Das teilte VfL-Pressesprecherin Barbara Ertel-Leicht zu Beginn der Spieltags-Pressekonferenz mit Trainer Dieter Hecking mit. 

Das Spiel sei ausverkauft, sagte sie. Die Volkswagen Arena fasst etwa 29.000 Zuschauer. Beim letzten Heimspiel des VfL Wolfsburg gegen den Hamburger SV (1:2) waren mehr als 10.000 HSV-Fans ins Stadion gelangt und standen auch in Bereichen, die nur Heimanhängern vorbehalten sind. Das hatte für einige Unruhe auf den Rängen gesorgt. 

Das Spiel des VfL gegen den SV Werder hat im Abstiegskampf vorentscheidenden Charakter. Vor dem 27. Spieltag sind die Wolfsburger als Tabellen-17. auf einem direkten Abstiegsplatz, die Bremer mit vier Punkten mehr auf Platz 15. 

Werder über Umgang mit Bremer Fans: «Da gucken wir genau hin» 

Der SV Werder rechnet nach Angaben von Club-Sprecher Christoph Pieper mit 5.000 eigenen Anhängern. Er wies darauf hin, «dass Zuschauer, die als Werder-Fan klar zu erkennen sind und Karten im Heim-Fanbereich haben, keinen Zutritt zum Stadion erhalten werden». Gleichwohl wünschen sich die Bremer «natürlich so viele Werder-Fans wie möglich vor Ort», meinte Pieper weiter. 

Der Verein erwarte, dass die Anhänger im Gäste-Fanbereich, aber auch in den neutralen Bereichen des Stadions «einen respektvollen Umgang erfahren und dort unsere Mannschaft auch über 90 Minuten entsprechend anfeuern können und dass sie eben dann keine Sorge haben müssen, sanktioniert zu werden, sobald sie sich als Werder-Fans zu erkennen geben», sagte der Sprecher. «Da gucken wir aber auch genau hin. Und schauen mal, was dann passieren wird.»

Hecking: «Wir sind in der Bringschuld» 

Um die Unterstützung der Fans zu bekommen, sieht Trainer Hecking vor seinem ersten Heimspiel nach seiner Rückkehr in erster Linie seine Spieler gefordert. «Wir sind in der Bringschuld, und da ist die Mannschaft in der Pflicht», meinte der 61-Jährige. 

Er berichtete von einem Gespräch am Mittwochabend zwischen Vereinsvertretern und Fanvertretern. Dabei sei ihnen zugerufen worden, «dass der Support sicherlich da sein wird. Und das werte ich erst mal als sehr gutes Zeichen», sagte Hecking. «Wenn wir gut spielen, dann glaube ich, dass wir schneller zur Einheit werden.»

Zuletzt hatte es immer wieder Unmutsbekundungen der Wolfsburger Anhänger gegen die eigene Mannschaft gegeben. So hatten sich Fans nach dem 1:1 bei der TSG Hoffenheim umgedreht, als die Spieler nach Abpfiff in die Wolfsburger Kurve gingen.

© dpa-infocom, dpa:260319-930-838444/2

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