Göttingen (dpa) –
Nach dem Tod der 16-jährigen Liana in Friedland soll am Dienstag (9.30 Uhr) das Verfahren gegen den mutmaßlichen Täter beginnen. Der zum Antragszeitpunkt 31-Jährige soll das Mädchen an dem Bahnhof der südniedersächsischen Stadt vor einen Zug gestoßen haben, wie das Gericht mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor, geht allerdings davon aus, dass der Angeklagte dabei wegen einer psychischen Erkrankung nicht schuldfähig war. Er muss sich daher einem sogenannten Sicherungsverfahren stellen, bei dem darüber entschieden wird, ob er in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird.
Der Fall um die Auszubildende aus Geisleden in Thüringen, die 2022 mit ihrer Familie aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet war, sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Er beschäftigt auch die Politik, weil der ausreisepflichtige Iraker nach den europäischen Asyl-Regeln eigentlich schon Monate vor der Tat von Deutschland nach Litauen hätte gebracht werden sollen.
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