Wilhelmshaven (dpa) –
Die deutsche Fregatte «Nordrhein-Westfalen» ist zu einem UN-Einsatz im östlichen Mittelmeer aufgebrochen. Das Kriegsschiff mit 183 Soldatinnen und Soldaten an Bord legte am Vormittag im Marienstützpunkt in Wilhelmshaven planmäßig zu dem Auslandseinsatz ab, wie ein Marinesprecher sagte. Der Einsatz soll rund fünf Monate dauern. Viele Familien, Freunde und Kameraden verabschiedeten die Besatzung am Pier.
Die «Nordrhein-Westfalen» wird in den kommenden Monaten an der Mission Unifil im Mittelmeer vor der Küste des Libanon beteiligt sein. Die Marine hilft im Rahmen der UN-Mission im Seegebiet vor dem Libanon, Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel zu verhindern. Außerdem unterstützen die Soldaten bei der Ausbildung der libanesischen Marine.
Ablösung für andere deutsche Fregatte
Zunächst soll die rund 150 Meter lange Fregatte nach Angaben der Marine Zypern ansteuern. Dort sollen weitere Soldatinnen und Soldaten an Bord gehen, wie der Marinesprecher sagte. Außerdem soll die «Nordrhein-Westfalen» dort die Fregatte «Sachsen-Anhalt» ablösen, die bislang in dem UN-Einsatz ist.
«Unifil ist eine wichtige Friedensmission der Vereinten Nationen», sagte der Kommandant der «Nordrhein-Westfalen», Fregattenkapitän Rico Geisler, in einer Mitteilung der Marine vor der Abfahrt. «Wir schützen insbesondere im Südlibanon den Frieden durch unsere Arbeit, da wir konkret dazu beitragen, unter anderem den Waffenschmuggel in der Region zu unterbinden.»
An Bord der Fregatte sind neben der Stammbesatzung auch Soldaten des Seebataillons aus Eckernförde sowie Offiziersanwärter. Die Offiziersanwärter sollen das Schiff und die Besatzung laut Marine eine Zeit lang begleiten und anschließend ihre Ausbildung an der Marineschule Mürwik fortsetzen.
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