Fahren ohne Fahrerlaubnis – Rapper zu Haftstrafe verurteilt

Der angeklagte Rapper verbirgt sein Gesicht unter einer Kapuze. Markus Scholz/dpa
Der angeklagte Rapper verbirgt sein Gesicht unter einer Kapuze. Markus Scholz/dpa

Hamburg (dpa) –

Wegen einer Reihe von Straftaten hat das Landgericht Hamburg einen Rap-Musiker zu einem Jahr und sieben Monaten Gefängnis verurteilt. In der Berufungsverhandlung ließ die Strafkammer zwar den Vorwurf des illegalen Kraftfahrzeugrennens fallen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Richter sprachen den 33-jährigen Hamburger jedoch wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in vier Fällen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und unerlaubten Besitzes von Dopingmitteln schuldig. 

Laut Anklage war der Rapper am 20. Juli 2022 mit seinem Porsche Cayenne ohne Fahrerlaubnis durch Hamburg gefahren. Auf einer einspurigen Brücke nahe der Elbphilharmonie soll er ein anderes Fahrzeug über den Radweg rechts überholt haben. Als er ein Polizeiauto hinter sich bemerkte, gab er den Angaben zufolge Gas. 

Widerstand bei Festnahme

Mit 120 Kilometern pro Stunde sei er eine Straße entlanggefahren, auf der Tempo 50 erlaubt ist. Dabei missachtete er eine rote Ampel. Schließlich habe er abrupt angehalten und sei weiter zu Fuß geflüchtet. Seiner Festnahme soll er sich durch Drehen und Winden seines Körpers widersetzt haben. 

Der Rapper war am 13. September 2023 in erster Instanz vom Amtsgericht Hamburg zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt. Das Landgericht bildete nun eine Gesamtstrafe, in die die Kammer eine frühere Verurteilung durch das Amtsgericht Reinbek (Kreis Stormarn) einbezog. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:260205-930-648284/1

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